Kirche

Nachruf auf Franz Stelzer aus Neubeuern

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Nach einem abwechslungsreichen, intensiv  geführten Leben  verstarb in diesen Tagen, von eine schweren Krankheit gezeichnet, Franz Stelzer. Sein Arbeitseinsatz, seine Geselligkeit, sein freundliches Wesen zeichneten den allseits geschätzten Mitbürger aus. In der Steiermark in eine große Familie geboren, wurde er sehr früh in die Arbeitswelt eingeführt.  Schon als kleiner Bub musste er bei der Feldarbeit mithelfen. In seiner späteren Ausbildung als Bäcker fand er seine Erfüllung. Sein weiterer Lebensweg führte ihn über München und zum Königsee, wo er sich selbständig machte. Ein Freund und Weggefährte tat es ihm in Berchtesgaden gleich. Ein weitere Lebensstation war Rosenheim, Kaiserstraße,  wo er zusammen mit seiner Frau Berta einen Bäckerladen führte. Anfang der 80er Jahre schufen sich Beide in Neubeuern eine neue Heimat und Bleibe. Eine Ferienpension, wo sie über viele Jahre gemeinsam und zur besten Zufriedenheit Urlaubsgäste bedienten,  war ihr neuer Mittelpunkt in der größer gewordenen Familie mit Tochter und Sohn. So war seine Mitarbeit im Verkehrsverein eine Selbstverständlichkeit. Ungezählte Arbeitsstunden,  vor allem bei der Vorbereitung der Marktbeleuchtung wurden von Ihm geleistet. Als Helfer in allen Belangen übernahm er auch Verantwortung im Verkehrsverein als Beisitzer,  als Stellvertreter  und  2002 in der Vereinsführung.  Nach dem frühen Tod seiner Frau führt Franz Stelzer das Haus in eigener Regie und Umsicht weiter. Der Blumenschmuck war ihm hierbei ein besonderes Anliegen.  Über viele Jahre oblag dem Verstorbenen die Pflege und der Betrieb des Badesees Neubeuern besonders am Herzen. Treue  Weggefährten waren ihm dabei auch die Helfer aus dem Verein sowie Hans Reischl.  Meist begann  der Arbeitstag in den frühen Morgenstunden und  diesser dauerte  oft bis in die Abendstunden, wobei die Geselligkeit nicht zu kurz kam. Gespräche und ein Ratsch mit den vielen Stammgästen,  welche den See besuchten gehörten zum Tagesgeschehen.  Berge und Natur waren der besondere Bezugspunkt von Franz Stelzer. Zusammen mit seinen Urlaubsgästen unternahm er Wanderungen in der näheren Umgebung. Aber auch das Hochgebirge war ihm nicht fremd. Im Trachtenverein Edelweiß Neubeuern und bei der Feuerwehr fand er Gleichgesinnte, die sich mit den Fahnenabordnungen an der Beerdigung in Altenbeuern beteiligten. Die verlässliche Mithilfe war auch der Marktgemeinde Neubeuern  wichtig. Informationen  und seine Anregungen wurden oftmals umgesetzt.  Sebastian Heibler erinnerte an das umfangreiche Wissen, das sich über die vielen Arbeitsjahre angesammelt hatte. Hierauf griff der Verein gerne zurück. Ein Kranzgebinde war Dank und Anerkennung. Die Beerdigungsmusik gestaltete die Trauerfeier mit. Persönliche Worte des Dankes sprach Pfarrer Christoph Rudolph, der während der Umbauzeit des Pfarrhofes in der Pension Stelzer betreut wurde.

Bericht: Thomas Schwitteck

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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