Kirche

Nachruf auf Diakon Weber aus Aschau i. Chiemgau

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Der Diakon von Aschau – Hans Weber – ist nach einem häuslichen Unfall an den Folgen dieses Sturzes verstorben. Seit 34 Jahren war er in Aschau als Diakon tätig, er arbeitete in dieser Zeit mit vier Aschauer Pfarrern, vielen Gemeindereferenten und zahllosen Ministranten zusammen. Für den Aschauer Pfarrer stellte er über viele Jahre eine wertvolle Hilfe und Unterstützung dar. „Auch mit über 80 Jahren lagen ihm die Seelsorgebesuche, die Begleitung und Betreuung der Senioren im Seniorenheim Priental, der persönliche Kontakt mit einem bodenständigen Glauben und dem aufrichtenden Wort, sowie die Feier der Liturgie besonders am Herzen“, so Pfarrer Paul Janßen. Hans Weber wurde am 14. Dezember 1986 von Friedrich Kardinal Wetter zum Diakon geweiht und zum Dienst in Aschau eingesetzt. Anfangs als Diakon mit Zivilberuf wirkte er später als hauptamtlicher Ständiger Diakon, zuletzt im Ruhestand, im gesamten Pfarrverband Oberes Priental mit den Pfarreien Aschau, Sachrang, Frasdorf und der Filiale Umrathshausen. „Noch am Fronleichnamstag, wenige Tage vor seinem Tod, versah er den Dienst am Altar und verkündete das Evangelium, die Frohe Botschaft Jesu Christi, dem er gedient hat“.

Hans Weber wurde 1938 in Rosenheim geboren. Nach seiner Schulzeit begann er eine Lehre als Gießereifacharbeiter in Rosenheim, nach dem erfolgreichen Abschluss der Lehrzeit arbeitete er als Geselle in München bei BWW und Kustermann. 1970 legte er seine Meisterprüfung ab und arbeitete bis zum Eintritt in den Ruhestand als Gießereimeister bei verschiedenen Firmen in Rosenheim, Geretsried und Bad Aibling. Bereits mit 21 Jahren ging er die Ehe mit seiner Frau Irene ein, eine Tochter und ein Sohn gingen aus der Ehe hervor. 2009 feierte das Paar seine Goldene Hochzeit, 2017 verstarb die Ehefrau Irene. 1985 machte er in Aschau ein erstes Praktikum zum Diakon, 1986 trat er seinen Dienst als Diakon an – 34 Jahre übte er diesen Dienst für die Aschauer Pfarrgemeinde aus.

In seiner wenigen Freizeit, die neben Familie, Arbeitsplatz und Kirche blieb spielte er Fußball, beginnend bei der Jugend bis hin zu den alten Herren. 17 Jahre leitete er als Schiedsrichter der regionalen Klassen bis zur Bezirksliga über 1000 Spiele. Als Schüler- und Jugendleiter, als Spartenleiter Fußball und zweiter Vorstand war er für seinen Verein tätig, zehn Jahre führte er den Verein von Rohrdorf als erster Vorsitzender und wurde für seine langjährige Führungstätigkeit zum Ehrenvorstand ernannt.

Das Requiem und die Beerdigung sind am Freitag, 26. Juni um 10 Uhr in Thansau. Den Gedenkgottesdienst für ihren verstorbenen Diakon feiern die Pfarreien des Pfarrverbands Oberes Priental am Donnerstag, 25. Juni um 19 Uhr in der Pfarrkirche von Aschau.

Bericht und Foto: Heinrich Rehberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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