Corona-Krise

München: Ende der Bundeswehr-Corona-Amtshilfe

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Staatsminister Dr. Florian Herrmann, Leiter der Staatskanzlei und zuständig für Angelegenheiten der Streitkräfte in Bayern, hat heute Soldatinnen und Soldaten des IT-Bataillons 293 aus Murnau verabschiedet, deren Einsatz bei der Kontaktnachverfolgung der Landeshauptstadt München zum 30. Juni 2021 endet. Gemeinsam mit dem Kommandeur des Landeskommandos Bayern, General Thomas Hambach, der Leiterin des Gesundheitsreferats der Stadt München, Beatrix Zurek, und dem Leiter des städtischen Krisenstabes, Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble dankte Staatsminister Dr. Herrmann den Soldatinnen und Soldaten für ihren Einsatz, stellvertretend für die gesamte Truppe im Amtshilfeeinsatz:

Staatsminister Dr. Herrmann: „Die Bundeswehr hat in der Corona-Pandemie deutschlandweit und gerade auch in Bayern schnell, mit hoher Einsatzfreude und Professionalität eine großartige Unterstützung geleistet. Wir sind den Soldatinnen und Soldaten – Helfern in Uniform – sehr dankbar, die oft extrem kurzfristig neue Aufgaben übernommen und verlässlich ausgeführt haben. ‚You made a difference‘ – ‚Sie haben den Unterschied ausgemacht‘ sage ich im Namen der Staatsregierung mit höchstem Respekt und Hochachtung.

Wir sind froh, dass wir derzeit eine stabile Lage haben und der Einsatz von Soldatinnen und Soldaten sukzessive zurückgefahren werden kann. Die zivilen Kräfte können die Lage jetzt wieder überwiegend selbst bewältigen. Unsere Streitkräfte müssen sich nun wieder mit voller Kraft ihren Kernaufgaben widmen können. Ihre Manpower und vielfältigen Fähigkeiten sind immer wieder eine unersetzliche Hilfe im Katastrophenfall.

Der Corona-Einsatz der Bundeswehr hat gezeigt, dass Deutschland bei der Integration und Zusammenarbeit von zivilen und militärischen Einsatzkräften mutiger sein muss. Bayern setzt auf ein unverkrampftes Miteinander, auf gemeinsame Übungen und eine gute Vernetzung zwischen Polizei, Hilfsorganisationen, Bundeswehr und allen anderen Beteiligten. Dieses Miteinander muss bundesweit Standard werden. Wir müssen aus dieser Pandemie lernen, wie wir uns optimal für künftige Krisen und Katastrophen aufstellen können – und das dann regelmäßig üben.“

Die Bundeswehr leistete während der Pandemie in Bayern in bislang 1.274 Fällen Amtshilfe. Das Spektrum der Hilfeleistungen umfasste die Unterstützung von Gesundheitsämtern, Impfzentren, Alten-/Pflegeheimen, Krankenhäusern und bei Schnelltestungen. In Spitzenzeiten wurden gleichzeitig 184 Amtshilfeeinsätze mit 1.585 Soldaten bewältigt. Zurzeit sind noch 513 Soldatinnen und Soldaten in 57 Amtshilfen in Bayern im Einsatz.

In der Messe München unterstützten seit Ende 2020 Kräfte des IT-Bataillons 293 aus Murnau mit bis zu 85 Soldaten gleichzeitig das hiesige Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung. Es handelt sich um den personalintensivsten und längsten Amtshilfeeinsatz in München.

Bericht und Foto: Bayerische Staatskanzlei / Widmann

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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