Freizeit

Motorradfreunde Nussdorf: Ratschen statt rasen

Schon seit 33 Jahren finden sich Zweiradfans aus und um Nussdorf bei den Motorradfreunden zusammen. Im Vordergrund steht dabei der Austausch und das entspannte Fahren.

So sieht wahre, treue Freundschaft aus: Die Motorradfreunde Nussdorf feiern in diesem Jahr ihren 33. Geburtstag und seit der Gründung ist der Verein fast immer kontinuierlich gewachsen. Zwar gab es eine kleine „Corona-Delle“, da viele gemeinsame Unternehmungen in den vergangenen Monaten nicht stattfinden konnten, doch mittlerweile sind 137 Mitglieder registriert – was sich dem Höchststand von einst 140 Bikern wieder nähert.

Präsidentin Elke Maneth ist sicher, dass diese Marke spätestens im kommenden Frühjahr wieder geknackt wird. „Da findet wohl endlich wieder unser beliebtes Sicherheitstraining zum Anfang der Saison statt.“ Sie weiß, dass schon allein dadurch stets neue Motorradfreunde in den Verein kommen. Elke Maneth lächelt und nennt den Grund: „Wir verlangen 18 Euro Jahresbeitrag, dazu kommen die Kosten von 20 Euro für das Sicherheitstraining – so günstig kriegt man das woanders nicht.“

Sicherheitstraining beliebt und begehrt

Auch für sie, die schon seit 25 Jahren Vereinsmitglied ist, zählt das Training zu den Pflichtveranstaltungen im Jahr. „Das gibt auch alten Hasen wieder die nötige Sicherheit für den Alltag auf der Straße und kann im Ernstfall einem Motorradfahrer das Leben retten, wenn er situationsbedingt richtig reagiert.“ Die Statistik gibt der Vorstandsfrau recht: Noch nie gab es in all den Vereinsjahren einen schweren Unfall eines Mitglieds.

Das Training genügt dabei höchsten Ansprüchen: Drei Vereinsmitglieder, die auch Rennstreckeninstruktoren sind, schulen auf einem Firmengelände in Nußdorf die Biker des Vereins im richtigen Ausweichen, korrekten (Voll)Bremsen sowie im schnellen und langsamen Pylonenfahren. Auch sehr nützlich: Der Verein bietet seinen Mitgliedern einen Schrauberkurs an. „Davon habe auch ich schon sehr profitiert. Mittlerweile kann ich selbst einen Reifen flicken und muss deshalb unterwegs nicht auf der Strecke bleiben“, sagt Maneth.

Alle Fahrtypen sind willkommen

Im Verein selbst treffen die unterschiedlichsten Biker-Typen aufeinander. Hier ist sowohl der gemütliche Landstraßen-Cruiser willkommen wie auch der sportliche Fahrer, der – wenn es die Verkehrssituation zulässt – gerne etwas mehr Stoff gibt. Große organisierte Vereinsausfahrten gibt es allerdings nicht. „Wir verabreden uns über WhatsApp-Gruppen zu spontanen Ausflügen“, erzählt die Präsidentin. „Da kann jeder dann nach Lust und Laune entscheiden, wo und wann er mitfährt.“ Ob kurze Trips in der Region oder längere Ausfahrten, beispielsweise über die Passstraßen in der Steiermark – für jeden Anspruch finden sich innerhalb der Motorradfreunde Gleichgesinnte.

Die treffen sich dann auch traditionell an jedem ersten Montag im Monat ab 20 Uhr im Ring-Stüberl in Nußdorf zum Ratschen und Fachsimpeln. Das ist jetzt, nach den langen Lockdown-Monaten, zum Glück wieder möglich. Wie auch der traditionelle Hüttenabend am Ende der Saison, der heuer am 13. November stattfindet. Auch dort kann in geselliger Runde über alles rund um das Motorrad geredet werden. Und geträumt: Von der kommenden Saison und noch vielen reizvollen Ausfahrten.

Text: af – Fotos: re

Beitrag entstand in Kooperation mit dem Wendelstein Anzeiger – www.wendelstein-anzeiger.de

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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