Natur & Umwelt

Ministerin Michaela Kaniber zum Tag des Gartens

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

In Zeiten von Corona haben die Menschen den heimischen Garten als beliebten Rückzugsort neu schätzen gelernt. Er ist aber weit mehr als das. Allein in Bayern gibt es über 135.000 Hektar private Gartenfläche, die von rund zwei Millionen Gartenbesitzern gepflegt werden. Ein naturnah angelegter Garten ist darüber hinaus ein vielfältiger Lebensraum für Insekten und Co. „Wer genießt es nicht, sich nach einem stressigen Arbeitstag im heimischen Garten zu erholen und zu entschleunigen. Dabei kann man sich nicht nur an der Blütenpracht erfreuen, sondern bietet auch ausreichend Nahrung für Bienen und andere Insekten. Und die sorgen zum Beispiel dafür, dass wir im Herbst wieder herrliches heimisches Obst genießen können“, sagte Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber anlässlich des Tags des Gartens an diesem Sonntag (13. Juni).

Damit sich Menschen, Tiere und Insekten im Garten so richtig wohl fühlen, braucht es einen möglichst naturnahen Garten. Genau da setzt auch die Zertifizierung „Bayern Blüht – Naturgarten“ an. Die bisher bereits über 700 zertifizierten Naturgärten in Bayern gestalten die Gartenbesitzer bewusst im Einklang mit der Natur. Hier wird Vielfalt gelebt – vom Bauerngarten, der Blumenwiese bis hin zum Gartenteich. Dabei geht es nicht darum, der Wildnis freien Lauf zu lassen, man gestaltet seinen Garten aber mit der Natur und nicht gegen sie. Die Bayerische Gartenakademie an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) hat hierzu eine eigene Broschüre „Biodiversität – Mut zu mehr Vielfalt im Garten“ zusammengestellt. Mit ihr können sich interessierte Gartenbesitzer über den Weg zur Zertifizierung informieren. Außerdem werden jährlich Seminare für Freizeitgärtner angeboten. Wer seinen Garten erfolgreich zertifiziert hat, kann mit einer eigenen Gartenplakette am Gartenzaun darauf aufmerksam machen.

Hauptkriterium für eine erfolgreiche Zertifizierung ist unter anderem der Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz und chemisch-synthetische Dünger. Außerdem darf kein Torf eingesetzt werden. Zudem muss auf eine hohe ökologische Vielfalt geachtet werden. Der Garten soll möglichst vielen Arten an Pflanzen und Tieren geeignete Lebensräume bieten.

Für Gartenfreunde in der Stadt, die nicht so viel Platz haben, gibt es unter anderem in München, Augsburg und Regensburg Urban-Gardening-Schaugärten. Hier können sich Interessierte eine Vielzahl von Anregungen holen, wie Gemüse und Grün auf kleinsten Raum Platz finden. „Ein naturnah angelegter Garten ist eine Oase für Menschen, Insekten und Tiere. Jeder von uns kann hier auch im Ballungsraum etwas für die Artenvielfalt tun. Gleichzeitig kann der Gartenbesitzer leckere Früchte, zahlreiche Kräuter und saftiges Gemüse oder Obst ernten. In meinen Augen die perfekte Win-Win-Situation für Mensch und Natur“, so die Ministerin. Nähere Informationen zur Broschüre und den Urban-Gardening-Schaugärten finden Sie auf den Internetseiten der LWG unter www.lwg.bayern.de.

Foto liegt   Judith Schmidhuber / StMELF  zeigt Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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