Landwirtschaft

Ministerin Kaniber eröffnet Weidesaison im Naturpark

Mit dem traditionellen Lammauftrieb hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber am Samstag in Mörnsheim die diesjährige Weidesaison im Naturpark Altmühltal eröffnet. Gekleidet in der typischen Tracht mit Hut, Mantel und Stab half die Ministerin den Schäferinnen und Schäfern tatkräftig mit, die rund 1.000 Lämmer, Schafe und Ziegen durch den historischen Ortskern auf die Sommerweide zu treiben. „Das Altmühltaler Lamm ist ein ideales Beispiel für die erfolgreiche Verbindung von regionaler Spezialität, ressourcenschonender Landbewirtschaftung, artgerechter Tierhaltung und nachhaltigem Naturschutz“, sagte die Ministerin.

In der Regionalinitiative arbeiten seit 22 Jahren engagierte Schäfereibetriebe, Direktvermarkter, Metzger und Gastronomen eng zusammen, um das Lammfleisch aus dem Naturpark Altmühltal zu vermarkten. Die einzigartigen Wacholderheiden und Trockenrasen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen in Europa, zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten wie Silberdistel, Enzian oder Schwalbenschwanz sind als Spezialisten nur hier zu finden. Obwohl Magerrasen nur etwa ein Viertelprozent der bayerischen Landesfläche ausmachen, leben hier die Hälfte aller heimischen Orchideen-, Heuschrecken- und Grillenarten, zudem rund ein Drittel der bedrohten Schmetterlingsarten. Ohne die Beweidung durch Schafe und Ziegen würden die Flächen schnell verbuschen und die bunte Artenvielfalt ginge verloren. Kaniber: „Mit dem gezielten Genuss von Altmühltaler Lamm stärkt der Verbraucher nicht nur die Schäfereibetriebe und die regionalen Wirtschafts-kreisläufe, sondern leistet auch einen wertvollen Beitrag zum Landschafts-, Natur- und Artenschutz.“

Text und Foto: Bayerisches Landwirtschaftsministerium

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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