Land- & Forstwirtschaft

Minister Aiwanger in Seeon und Rabenden

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Auf Einladung der FW-Bundestagskandidatin Andrea Wittmann kam der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger nach Seeon und Rabenden und sprach mit hiesigen Lokalpolitikern, Unternehmern und sturmgeschädigten Waldbauern

Über mittelständische Unternehmen diskutierte die FW-Bundestagskandidatin Andrea Wittmann am vergangenen Donnerstag mit dem stellvertretenden bayerischen Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, dem Bürgermeister der Gemeinde Seeon-Seebruck Martin Bartlweber und dem Zweiten Bürgermeister der Gemeinde Altenmarkt Michael Pöpperl in der Brauerei Camba Bavaria in Seeon. Auch der in Seebruck ansässige Holzbau-Unternehmer Michael Regnauer (Regnauer Fertigbau) war vor Ort und erläuterte Aiwanger die Probleme, mit denen das Holzbaugewerbe zu kämpfen habe. „Wie soll da der Umbau zur CO2-Reduzierung funktionieren, wenn der wichtigste Baustoff von der EU per Richtlinie eingeschränkt wird?“, fragte Regnauer und fügte an: „Mit Energie fressenden Baustoffen wie Beton und Ziegeln sicher nicht“. Der Wald und die Bäume dürften nicht ideologisiert werden, sondern müssten auch weiterhin geerntet und genutzt werden dürfen. Wittmann, die wenige Stunden zuvor einen Wahlkampftermin mit Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo und dem FW-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl Aiwanger in München absolviert hatte, stellte die beiden jungen Startup-Unternehmen Braukon und Camba Bavaria vor, bei denen zirka 150 Mitarbeiter arbeiten. Unter der fachkundigen Aufsicht von 35 Ingenieuren, die auch alle Braumeister seien, fertige man schlüsselfertige Anlagen für die Brau- und Getränkeindustrie an – mit höchsten Ansprüchen an Technik und Design. In mehr als 60 Ländern dieser Welt würden diese hochwertigen Anlagen eine herausragende Bierqualität garantieren, so Wittmann. Von traditionellen Sorten über internationale Stile bis hin zu limitierten Braumeister-Editionen und in Eichenfässern gereiften Premium-Spezialitäten sei im Camba-Bavaria-Sortiment alles dabei. Nach einer schmackhaften Brotzeit, einem Eintrag ins Gästebuch der Gemeinde Seeon-Seebruck und einem Firmenrundgang ging es zu einer Waldbegehung bei Rabenden. Jungbäuerin Anna-Katharina Niedermayer („Beim Lampl“) führte die Ehrengäste sowie hiesige Waldbauern und Vertreter der Waldbesitzervereinigung durch ihren von schweren Sturmschäden gezeichneten Wald. „Am 28. Juli ist es um 13 Uhr plötzlich dunkel geworden und eine Viertelstunde später sind weite Flächen unseres einst dichten Waldes mit bis zu 100-jährigem Bestand, also schwerem Holz, vernichtet gewesen“, betonte Niedermayer und deutete auf eine damals entstandene große Lichtung. Während man die Schäden und seit Wochen laufenden Aufräumarbeiten begutachtete und über die anstehende mühsame Aufforstung sprach, war man sich einig, dass mit 110 bis 115 Euro derzeit zumindest der Holzpreis stimme, weil der Holzmarkt ziemlich leer gefegt gewesen sei. Aus dem Bruchholz würden Spanplatten, hieß es. „Wir haben schon schlimmere Zeiten erlebt und werden auch dies gemeinsam überstehen“, versicherte Aiwanger abschließend den vom Sturm betroffenen Landwirten und räumte ein, dass die Auflagen und bürokratischen Hürden aus Berlin und Brüssel vielen Bauern das Leben erschweren würden. Sollten er und seine Partei am kommenden Sonntag in den Deutschen Bundestag einziehen, könnte er hier mehr bewirken.

Bericht: Markus Müller – Fotos: Freie Wähler

 

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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