Land- & Forstwirtschaft

Weidefleisch: Unterstützung durch Öko-Modellregion Miesbach

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die staatlich anerkannte Öko-Modellregion Miesbacher Oberland betreibt seit nunmehr zwei Jahren die Homepage www.miesbacher-weidefleisch.de als eines ihrer Eigenprojekte. Direktvermarkter aus dem Fleischbereich mit Weidebetrieb werden hier bei der Öffentlichkeitsarbeit und Vermarktung unterstützt. Denn nicht nur Touristen wissen Tiere auf der Weide zu schätzen. Ein geringer Besatz, besondere Rassen, hofeigenes Futter und besonders naturnahe Aufzucht sorgen für Qualität und Nachhaltigkeit. Schonende Schlachtung vor Ort und eine lange Reifezeit garantieren ein Produkt, welches höchsten Ansprüchen genügt.

Die Aufgabe der Öko-Modellregion ist es unter anderem, die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität voranzubringen. Weiter sollen kleine landwirtschaftliche Familienbetriebe unterstützt werden um deren Erhalt zu sichern. Das Projekt Miesbacher Weidefleisch, ist eine Möglichkeit für Landwirte die Unterstützung der Öko-Modellregion zu erfahren. Diese Dienstleistung ist für die Landwirte kostenlos, die Vorgaben um mitmachen zu können müssen aber erfüllt sein. Mittlerweile sind 26 Betriebe auf der Seite und weitere wollen dazu gehen.

Alle teilnehmenden Betriebe haben folgende Grundlagen zu erfüllen:

  • Mindestens 150 Tage Weidehaltung pro Jahr. Die meisten Betriebe haben wesentlich mehr Weidetage, bei einigen sind die Tiere das ganze Jahr draußen.
  • Die Fütterung muss Heu und Gras basierend sein.
  • Die Schlachtung muss stressfrei sein und mit kurzen oder ohne Transportwege erfolgen.
  • Das Fleisch soll vor dem Verkauf lange reifen (je nach Sorte 2 – 4 Wochen)
  • Der Mindestpreis liegt bei 18 € pro Kilo für Rindfleisch.
  • Vollkommene Transparenz: Nicht nur im Imagetext auf der Homepage sondern auch wenn die Kunden ihr Fleisch am Hof abholen garantieren die Landwirte vollkommene Transparenz und klären ihre Kunden über Haltung, Fütterung und Schlachtung auf.

Auf der Homepage müssen immer mindestens 50 % der Betriebe biozertifiziert sein. In Ergänzung dazu können auch konventionelle Betriebe, die sehr extensiv arbeiten und Ausgleichszahlungen aus dem Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) oder dem Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) erhalten, mit ihrem Angebot auf die Homepage kommen.

Interessierte Landwirte können sich direkt an die Öko-Modellregionsmanagerin Stephanie Stiller wenden – per Telefon unter 08025 99372-22 oder per E-Mail an sst@smg-mb.de

Bericht und Bilder: Öko-Modellregion Miesbacher Oberland

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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