Brauchtum

Maskierter Jugendvolkstanz beim Lechgau

Da musste man zweimal hinschauen: Normalerweise erkennt man die Jugendlichen des Lechgaus an ihren vereinstypischen Trachten. Doch im Fasching werden Röcke und Lederhosen gegen phantasievolle Kostüme getauscht. Beim traditionellen Maskierten Jugendvolkstanz stürmten Rocker, Wikinger, Geister, Piraten, Münchner im Himmel und sogar ein ganzes Lazarett die Tanzfläche.

Knapp 150 Jugendliche aus den Lechgau-Vereinen kamen in die toll geschmückte Turnhalle der Mittelschule in Steingaden. Denn heuer richtete der Verein „Almfrieden“ Steingaden die beliebte Veranstaltung in der fünften Jahreszeit aus. Und die Verantwortlichen hatten sich Einiges einfallen lassen. Unter dem Motto „Disney“ mussten die beiden Gau-Jugendleiter Johanna Rieder und Georg Multerer in verschiedenen Wettbewerben gegen die Steingadener Jugendgruppe antreten, wie beispielsweise einem „Aladdin“-Matratzenrennen oder einem „Susi und Strolch“-Gummi-Spaghetti-Essen. An der Bar gab es „Disney“-Cocktails, natürlich alkoholfrei, und auch die Halle war dem Thema entsprechend dekoriert. Ein Höhepunkt war auch der Auftritt der Schongauer Jugend-Garde, die mit ihrer Show begeisterten.

Doch natürlich kommen die meisten Jugendlichen aus einem Grund zu diesem Ball: Dem Tanzen. Wie begeistert der Trachtler-Nachwuchs bei der Sache ist, bewiesen nicht allein die 47 Paare, die beim traditionellen Auftanz mitmachten. Auch danach war die Tanzfläche immer voll, wenn die kleine Besetzung der Musikkapelle Steingaden, kurzerhand in „Maschgrer-Musik“ umbenannt, zünftig aufspielte. Ob Polka, Walzer oder Discofox: Die Trachtler können einfach tanzen und gemeinsam ganz viel Spaß haben.

Bericht und Fotos: Christine Wölfle

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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