Landwirtschaft

Landfrauen lassen Bayern aufblühen

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Pünktlich zum Frühlingsanfang zeigen die Landfrauen, wie auch auf kleinstem Raum Nahrung für Bienen und andere Insekten geschaffen werden können. Die 140 Kreisbäuerinnen des Bayerischen Bauernverbandes demonstrierten am Mittwoch bei ihrer Arbeitstagung in Herrsching, mit welchen insektenfreundlichen Blumen und Kräutern Balkonkästen und Terrassenkübel bepflanzt werden können. Unter dem Motto „Auf kleinstem Raum ist Platz für Bienen. Blumen. Leckerbissen“ riefen die Bäuerinnen die Öffentlichkeit dazu auf, Blumenkästen und Bauerngärten mit bienenfreundlichen Blumen oder Kräutern zu bepflanzen.

„Ausgelöst durch das Volksbegehren wird das Thema Biodiversität derzeit in der Öffentlichkeit intensiv diskutiert. Die landwirtschaftlichen Betriebe erbringen bereits heute umfangreiche kooperative Umweltleistungen auf freiwilliger Basis auf ihren Flächen“, sagte Landesbäuerin Anneliese Göller. Die Bauernfamilien legen zum Beispiel Blühstreifen und Gewässerrandstreifen an oder setzen auf eine besonders vielfältige Fruchtfolge. „Und für uns Bäuerinnen haben schön gestaltete Balkonkästen und Bauerngärten mit bienenfreundlichen Blumen Tradition. Doch der Erhalt der Artenvielfalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Jeder Einzelne kann, ja sogar muss seinen Beitrag dazu leisten, die Artenvielfalt zu stärken. Dazu sind auch Balkone und kleine Gartenstücke bestens geeignet“, sagte Göller.

Mit ihrer Aktion unterstützen die Landfrauen die Initiative „Bayern blüht auf!“. Der Bayerische Bauernverband hat seine Mitglieder dazu aufgerufen, im Jahr 2019 möglichst viele Blühstreifen und Blühflächen anzulegen. Damit schaffen die bayerischen Bäuerinnen und Bauern Lebensraum für Bienen, Insekten und Wildtiere.

Vielerorts in Bayern stellen Bäuerinnen und Bauern auch ihre Flächen für die Ansaat von Blühmischungen zur Verfügung. Sie geben Verbraucherinnen und Verbrauchern damit die Möglichkeit, sich mit einer Blühpatenschaft für die Artenvielfalt einzusetzen. Interessierte können sich mit einem bestimmten Betrag je Quadratmeter engagieren. Der Landwirt verpflichtet sich im Gegenzug dazu, auf der vereinbarten Fläche eine Blühmischung auszubringen und diese Fläche nicht anderweitig zu nutzen.

Weitere Informationen dazu gibt es auf folgenden Webseiten:

Text und Foto: Bayerischer Bauernverband

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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