Kirche

Landeskomitee ruft zu ökosozialer Transformation auf

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Das Bündnis „Bayernplan2020“, dem auch das Landeskomitee der Katholiken in Bayern angehört, ruft zur Beteiligung auf, wenn am Freitag, 25. September, die Initiative FridaysForFuture ihren Globalen Klimastreik wieder aufnimmt und am Samstag, 26. September, bayernweit Christinnen und Christen den Ökumenischen Tag der Schöpfung begehen. Laut einer Stellungnahme begrüßt das Bündnis diese Aktivitäten, „die vorhandene Krisen und Gefahren ins Gedächtnis rufen“. Das Bündnis mahnt zugleich an, „dass es nicht allein bei Demonstrationen und Gebet bleiben“ dürfe, sondern Taten erforderlich seien: „Um Klimawandel und Artensterben zu begegnen müssen Wirtschaft und Gesellschaft unverzüglich sozial gerecht und ökologisch nachhaltig umgebaut werden“, heißt es in der Stellungnahme.

Für Bayern bestehe „durch seine finanzielle Stärke nicht nur eine besondere Verantwortung, klima- und sozialpolitischer Vorreiter zu werden. Durch die Innovationskraft und Kreativität der Menschen in Bayern ergibt sich zusätzlich auch ein besonderes Potential, das es zu nutzen gilt“, stellt das Bündnis „Bayernplan2020“ fest. Gefordert wird unter anderem die baldige Realisierung eines bayerischen Klimaschutzgesetzes: „Angesichts der Anhörung von Expertinnen und Experten im Bayerischen Landtag für dieses Gesetz am 25. September fordern wir mit besonderem Nachdruck, dass Klimaschutz in Bayern konsistent mit den Vereinbarungen des Pariser Klimaschutzabkommens gewährleistet werden muss.“ Verbindliche Ziele für alle Sektoren seien dabei ein ebenso grundlegender Baustein wie „Maßnahmen zur Abfederung sozialer Verwerfungen“. Die sozial-ökologische Transformation müsse laut Stellungnahme des Bündnisses in allen Bereichen mit einer jeweils „angemessenen Entschlossenheit und Konsequenz angegangen werden“. Ein Paris-konformes Klimaschutzgesetz bilde allerdings nur einen von vielen Bausteinen „angesichts der vielfältigen sozialen und ökologischen Krisen unserer Zeit“, die es zu lösen gelte.

An dem Bündnis „Bayernplan2020“ beteiligen sich 169 Organisationen und Personen aus den Bereichen Umwelt und  Klima, Kirchen, Wissenschaft, Solidarität und Menschenrechte, Eine Welt und Flucht sowie der Wirtschaft. Die Initiative erarbeitet nach eigener Aussage „Vorschläge, wie der Freistaat Bayern zum Pionier einer sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Wende werden kann“. Am 25. Juni 2020 hat das Bündnis eine Petition für die „sozial-ökologische Transformation“ an den Bayerischen Landtag und an die Bayerische Staatsregierung überreicht. Weitere Informationen zu „Bayernplan2020“ gibt es unter www.wirtransformierenbayern.de. (hs)

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat

Foto: Hötzelsperger – Dialogdarstellung der Kirche von Neukirchem vom Heiligen Blut im Bayerischen Wald

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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