Tourismus

Kurzurlaub auf Salzburgs Sonnenterrasse: in Goldegg im Pongau – Bericht 2 Bad Gastein

Veröffentlicht von Günther Freund

Es ist unser zweiter Tag in Goldegg und es ist brutal heiss. Das Thermometer soll bis über 35 Grad klettern prophezeien die Meteorologen. Wir machen daher heute keine Wanderung, sondern einen Autoausflug nach Bad Gastein. Der Kur- und Wintersportort im Nationalpark Hohen Tauern ist für die an den bewaldeten Steilhängen gebauten Hotels und Villen aus der Belle Époque bekannt. Diese Einzigartigkeit fällt uns bei der Einfahrt in den Ort sofort auf. Das sieht schon spektakulär aus, ist aber für die Zielfindung mit dem Navi ein Problem. Wir wollen mit dem Navi zum Café Schuh navigieren, haben aber nicht die Adresse eingegeben, sondern nur den Ort in der Karte markiert. Als uns das Navi meldet, daß wir unseren Bestimmungsort erreicht haben, mussten wir feststellen, daß wir sozusagen eine Etage darüber gelandet sind. Es ist aber von hier nicht zugänglich und wir müssen noch ganz schön herumkurven, um auch nur in die Nähe zu kommen, denn das Ortszentrum war auch noch wegen einer Großbaustelle gesperrt.

Bei der Durchfahrt durch das Zentrum sehen wir dann so manche leer stehende Hotels, denn die große Zeit von Bad Gastein ist längst vorbei. Wir sehen aber auch, daß in  neue Projekte  investiert wird: die Großbaustelle im Zentrum macht den Beginn einer neuen Ära in Bad Gastein deutlich.  Ein Besuch von Bad Gastein ist immer noch lohnend, denn seine außergewöhnliche Architektur um den zentralen Wasserfall herum, der mitten in der Stadt in das Tal stürzt, ist schon sehr sehenswert. Auch die wunderschöne Lage in der herrlichen Gebirgslandschaft des Gasteinertals inmitten von mit Bahnen erschlossenen Berggipfeln, die fast die Dreitausender-Marke erreichen, macht den Kurort äußerst attraktiv.

Aber auch sonst hat der charmante Belle Époque-Ort so einiges zu bieten. So gibt es am Stubnerkogel spektakuläre Aussichtsplattformen und eine blickdurchlässige Hängebrücke für schwindelfreie Besucher mit starken Nerven. Auch sein Heilstollen mit seiner einzigartigen Radontherapie ist berühmt und zieht zahlreiche Kurgäste an.

Um Bad Gasteins viele Gesichter zu erforschen reicht ein Tag allerdings nicht aus. Wir begnügen uns mit einem Besuch des Gasteiner Museums, einem Blick in die Nikolauskirche mit ihren gotischen Fresken, einer Einkehr im Café Schuh und genießen bei einem gemütlichen Stadtbummel einfach nur die Schönheit eines ganz besonderen Ortes.

Redaktion

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

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