Kultur

Kulturfonds Bayern 2022: Jetzt Förderung beantragen     

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Mit Finanzmitteln aus dem Kulturfonds Bayern fördert der Freistaat Bayern seit 1996 alljährlich eine Vielzahl von Kulturprojekten. Ziel der Förderung im Bereich Bildung ist es, Projekte mit kulturellem Schwerpunkt besonders in der Fläche zu fördern. Dabei stehen kreative Konzepte mit überörtlichem oder überregionalem Charakter im Fokus, die die Teilnehmenden aktiv einbinden, um einen nachhaltigen Lernerfolg zu erzielen. Die Unterstützung wird als Projektförderung in Form einer Anschubfinanzierung gewährt. Als zuständige Stelle für Förderanträge aus dem oberbayerischen Raum ermutigt die Regierung von Oberbayern Projektträger aus Oberbayern, sich mit ihren kreativen Ideen um eine Förderung zu bewerben. Die Antragstellung ist noch bis einschließlich 1. Februar 2022 möglich.     

Gefördert werden können unter anderem Projekte aus der Erwachsenenbildung und kirchlichen Bildungsarbeit, der internationalen Begegnung von Schülerinnen und Schülern oder Jugendlichen sowie sonstige kreative kulturelle Veranstaltungen und Vorhaben, die noch nicht begonnen wurden. Nicht antragsberechtigt sind Schulen und Privatpersonen. Projekte mit Kindern und Jugendlichen sollen außerhalb des schulischen Unterrichts stattfinden. Getreu dem Motto „Kultur stärken nach der Pandemie“ gilt für das Förderjahr 2022/23 ausnahmsweise ein maximaler Fördersatz von 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten bzw. 80 Prozent im Bereich des internationalen Ideenaustauschs für alle Schularten, höchstens jedoch 50.000 Euro.

 Praxisbeispiel aus Oberbayern: „Future Forward – Mit Public Art in die Zukunft“ 

Dem Ideenreichtum sind keine Grenzen gesetzt. Im laufenden Förderjahr hat die Regierung von Oberbayern beispielsweise dem Projekt „Future Forward: Mit Public Art in die Zukunft“ eine Förderung in Höhe von knapp 40.000 Euro bewilligt. Die Initiative wird von der internationalen Non-Profit-Organisation Spoke Context getragen und gemeinsam mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie internationalen zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern im Zeitraum zwischen September 2021 und Juli 2022 umgesetzt. Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen an Mittelschulen in kleinen und mittelgroßen Städten Bayerns sollen dabei durch die Kraft von „Public Art“ dazu animiert werden, bedeutende Fähigkeiten für das eigene Leben, aber auch für die Gesellschaft zu erlernen. Das Projekt will Kinder und Jugendliche mit einem gestalterisch-produktiven Denken vertraut machen, sie dazu befähigen, sich allgemein bedeutsame Fähigkeiten wie Beobachten und Erkunden anzueignen und reflektiert über und mit Bildern zu kommunizieren.

Neben digitalen und hybriden Formaten entwickeln die Künstlerinnen und Künstler gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern in Ober- und Niederbayern sowie der Oberpfalz auch großformatige Wandbilder. So sind an Mittelschulen in Eichstätt und Ingolstadt bereits digitale Projekte durchgeführt worden, weitere Stationen sind in Regensburg, Weiden, Straubing und Passau geplant.

Weiterführende Informationen und Hinweise

Wer selbst aktiv werden und sich mit einem kreativen und innovativen Kulturprojekt bewerben möchte, findet ausführliche Informationen und Hinweise zum Kulturfonds Bayern – Bereich Bildung auf den Internetseiten des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus sowie der Regierung von Oberbayern

Bericht: Regierung von Oberbayern

Foto: Spoke Context –  Im Projekt „Future Forward – Mit Public Art in die Zukunft“, das durch Mittel aus dem Kulturfonds Bayern gefördert wird, sollen Kinder und Jugendliche mit einem gestalterisch-produktiven Denken vertraut gemacht werden.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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