Kirche

Kreuzerhöhung – Gedanken von Pater Joshy

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Jedes Jahr am 14. September begeht die Kirche das Fest Kreuzerhöhung. Was hat es auf sich mit dem Fest, das zu einem der ältesten der Christenheit gehört? – darüber hat sich Pater Joshy vom Pfarrverband Westliches Chiemseeufer ein paar Gedanken gemacht:

Das Fest Kreuzerhöhung greift zurück auf ein Ereignis im Jahre 335. Am 14. September wird nach Jahren der Bauzeit eine große Kirche eingeweiht. Diese umschließt mit ihren Außenmauern sowohl den Felsen Golgotha als auch das Grab Jesu. Hinzu kommt ein weiterer Kirchenbereich, in dem das der Überlieferung nach echte historische Kreuz Jesu neu aufgerichtet und von den Gläubigen verehrt werden konnte. Die Kaiserin Helena, Mutter von Kaiser Konstantin, will es bei ihrer Reise ins Heilige Land aufgefunden haben. Diese große Kirche steht noch heute und ist weltweit der Christenheit bekannt als Jerusalemer Grabeskirche oder Auferstehungskirche.

Man soll begreifen, was der Opfertod Jesu für das eigene persönliche Leben ausmacht. Von Kurt Tucholsky stammen die Worte “Wer viel liebt, ist bereit, viel zu leiden.” Offenbar ist es wie eine Art Lebensgesetz. Wer einen wirklich liebt, der leidet mit ihm und der leidet an ihm. So leidenschaftlich stelle ich mir die Liebe Gottes zu uns Menschen vor. Im göttlichen Jesus begegnet uns die Liebe schlechthin. Er hat sehr viel geliebt, hat jedoch auch sehr viel gelitten. Gottes leidenschaftliche Liebe zu uns hat Jesus ans Kreuz gebracht. Wir erinnern uns dabei an die Worte Jesu „Es hat keiner eine größere Liebe, als wenn einer sein Leben hingibt für seine Freunde“ (Joh 15,13).

Wir dürfen Freunde von Jesus sein. Deswegen zeigen wir der Welt das Kreuz Jesu, richten es auf, erhöhen es auf unsere Weise – in unseren Wohnungen oder an unserem Körper, damit alle, die es sehen, eine Ahnung davon bekommen, aus welcher geistlichen Kraft heraus wir leben. Und wir spüren: es tut uns gut.

Text: Pater Joshy George – Foto: Pater Joshy – Andachtskreuz am Panoramaweg im Kampenwandgebiet

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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