Brauchtum

Kreisjugendring-Hoagascht in Atzing

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Schwungvoll und was die Zukunft der Volksmusik im Landkreis Rosenheim anbelangt auch hoffnungsvoll war ein Jugend-Hoagascht des Kreisjugendrings Rosenheim im voll besetzten Vereinshaus des Trachtenvereins „Daxenwinkler“ in Prien-Atzing. Gut drei Dutzend junge Dirndl und Buam aus verschiedenen Orten und Vereinen und mit unterschiedlichen Besetzungen zeigten zum Teil erstmals öffentlich ihr erlerntes Können. Sowohl instrumental als auch mit Gesang und Mundart wurde frisch und unbeschwert aufgespielt und unterhalten.

Erika Spohn als Vorsitzende vom Kreisjugendring Rosenheim konnte zu dieser Traditions-Veranstaltung einige Ehrengäste begrüßen und auch einige Neuigkeiten verkünden. Zu den Ehrengästen gehörten die Vertreter der Trachtenverbände, unter anderem vom Gebiet Simssee des Gauverbandes I der Vorsitzende Ludwig Redl mit seinem Vorgänger Bartholomäus Hollinger sowie vom Chiemgau-Alpenverband der Zweite Vorsitzende Georg Westner. Die Kommunalpolitik war vertreten durch Bezirksrat Sebastian Friesinger. Ein besonderer Dank von Erika Spohn galt ihrer langjährigen Mitarbeiterin in der KJR-Geschäftsstelle Renate Fischer. „Wir dürfen nach 36 Jahren der verlässlichen Mitarbeit Frau Fischer in den verdienten Ruhestand verabschieden und wir freuen uns mit Jörg Giesler einen neuen Geschäftsführer begrüßen zu dürfen“, so Erika Spohn, die dann das Mikrofon an Benedikt Mies aus dem Inntal übergab. Mies übernahm heuer erstmals die komplette Vorbereitung und Ansage des Jugend-Hoagascht und er hieß ganz besonders seinen Vorgänger Jakob Steiner aus Atzing willkommen, der jahrzehntelang mit seiner Frau Traudi das Singen- und Musizieren organisiert hatte. Ein großes Lob an die Veranstalter gab es von der stellvertretenden Landrätin Marianne Loferer vom Landkreis Rosenheim, sie sagte in ihrem Grußwort: „Der Hoagascht des Kreisjugendrings ist oftmals der erste Auftritt und ein gutes Sprungbrett, dies haben wir erst vor kurzem bei der Verleihung des Rosenheimer Kulturpreises an die Geschwister Moosrainer aus Riedering gesehen, deren erster öffentlicher Auftritt war beim Kreisjugendring-Hoagascht in Atzing“. Gute zwei Stunden lang ließen sich die jungen Bläser, Ziachspieler und Volksmusikanten mit Saiteninstrumenten hören, dazwischen gab es Gesang und Witzeerzählen. Den Abschluss bildete ein humorvoller Gemeinschaftsgesang, den Ansager Benedikt Mies eigens für die Atzinger Veranstaltung einstudiert hatte. Der Refrain des Liedes bei seiner Uraufführung lautete: „Jedes Jahr um Kathrein, fahrn ma auf Atzing miteinand, allesamt mit unserm schönen Gwand“. Zum Dank für das Kommen und Mitmachen bekamen alle Teilnehmer eine Erinnerungs-Tasse mit Schokoladen-Inhalt.

Foto/s: Hötzelsperger – Eindrücke vom Jugend-Hoagascht des Kreisjugendrings Rosenheim im Vereinshaus des Trachtenvereins „Daxenwinkler“ Atzing

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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