Leitartikel

Korona-Klosterpost von Frauenchiemsee

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Auch das klösterliche Zusammenleben bei den Benediktinerinnen auf der Fraueninsel war in den letzten Monaten corona-bedingt sehr eingeschränkt. Nun meldet sich Äbtissin Johanna Mayer namens der gesamten Abtei mit einem Klosterbrief an die Mitglieder des Fördervereins und Freunde des Klosters mit folgenden Worten:

„Es ist Zeit, Ihnen wieder ein Lebenszeichen von der Insel und aus der Abtei zu senden. Nach den ganz strengen Corona-Zeiten hat  auch bei uns eine Phase der Entspannung begonnen. Die Frauen des Konvents sind nach wie vor gesund und von schwerer Krankheit verschont geblieben – Gott-sei-Dank! Die uns eigene klösterliche Struktur mit den gemeinsamen täglichen Gebetszeiten können wir nach wie vor aufrechterhalten, auch die Eucharistiefeiern. Das stärkt und stützt uns sehr und gibt uns die Kraft, auch alle uns Nahestehenden (Verwandte, Bekannte, Wegbegleiter, die Mitglieder des Freundeskreises und die Insulaner) Gott zu empfehlen. – Tief im Herzen wissen wir doch alle: An Gottes Segen ist alles gelegen!“

Zu den Öffnungszeiten und Vorsichtsmaßnahmen erläutert der Konvent Folgendes:

„In unseren Betrieben hat nach der vorsichtigen Öffnung ab Mitte Mai (Klosterladen) und Ende Mai (Gästebetrieb) die  Maskenpflicht- und Hygienemaßnahmenphase begonnen! Das war zunächst, neben den finanziellen Mehrausgaben zum Schutz der Gäste,  eine logistische Herausforderung. Wie machen wir es im Speisesaal, in den Anmeldebüros, beim Empfang  und beim Einkauf im Klosterladen? Hygienemaßnahmenkonzepte mussten erstellt werden, die Gäste ausreichend informiert und die Gastschwestern mit entsprechender Schutzausrüstung versorgt werden. Wir, unsere Mitarbeiter und alle unsere Gästen sollen ja gesund bleiben. Überflüssigerweise trat auch noch ein Wasserschaden bei der Versorgung des kleinen Gästehauses auf, sodass wir die Gäste kurzfristig im Seminarbereich unterbringen mussten. Sie merken, langweilig ist es im Kloster nicht!“

Noch keine Kirchenführungen und kein Irmengardfest

Wie es in der Klosterpost weiter heißt ist es bis auf Weiteres aus Sicherheitsgründen nicht möglich, an den Gebetszeiten des Konvents in der Chorkapelle teilzunehmen. Auch Kirchenführungen können   leider noch nicht angeboten werden.   Und  auch das Irmengardfest des Konvents muss den strengen Infektionsschutzmaßnahmen zum Opfer fallen. „Wir danken allen Gästen, die für all diese Maßnahmen Verständnis aufbringen, sich bei uns gut versorgt fühlen und  uns durch kleine und große Extra-Spenden unterstützen“ – so Äbtissin Johanna Mayer, OSB abschließend.

Hinweis: Die Klosterpost von der Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth im Chiemsee wird mehrmals im Jahr an die Mitglieder des Freundeskreises für das Kloster Frauenchiemsee versandt – Nähere Informationen zu den Möglichkeiten der Mitgliedschaft gibt es unter www.frauenwoerthe.de.

Fotos: Corona-Alltag im Kloster Frauenchiemsee     und    Fotos: hö – Kloster Frauenchiemsee

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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