Kultur

Konzert-Freuden zu Ehren des Müllner-Peter

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Am Sonntag nach Peter und Paul ehrt der Freundeskreis Müllner Peter von Sachrang e.V. alljährlich den großen Sohn Sachrangs mit einem Konzert. Die Musikreferentin des Freundeskreises, Christine Klinger, versammelte wundervolle Sängerinnen und Sänger und ein hochkarätiges Instrumentalensemble in diesem Jahr. Das stimmgewaltige, aber auch fein nuancierende Gesangsquartett füllte Kirchenschiff und Empore von St. Michael, der Kirche des Müllner Peter, wie wohl ganz selten zuvor. Sowohl der Zusammenklang als auch die Soli-Parts mit Martina Bindls hellem, ausdrucksstarkem und auch in den Höhenlagen klar artikulierendem Sopran, mit Michaela Untersehers kraftvollem, warm modulierendem Alt, mit Rupert Schäffers strahlendem, beweglichen Tenor und Martin Hörbergs mächtigem, vibrierendem Bass nahmen die Zuhörer gefangen und begeisterten sie vollständig. Nicht minder verzauberte das wie aus einem Guss spielende Instrumentalensemble. Stephan Robens, Violine und Gitarre, Magdalena Horche, Violine, Götz von der Bey, Violoncello, und Sepp Schlemer, Klarinette realisierten einen Klangkörper, der fast schon orchesterähnlich und in der Ausgeglichenheit von Klang zu Klang begeisterte. Auch in den Soli überzeugten der bravouröse Cellist Götz von der Bey und der herausragende Klarinettist Sepp Schlemer, beide jeweils von Christine Klinger an der Orgel begleitet. Den Jugendaspekt, das große Anliegen des Müllner Peter, verkörperte der jugendliche Lucas Klinger mit einem teils zarten, teils prägnanten Solo an der Akustikgitarre und in einem feinfühligen, südamerikanisch-temperamentvollen Gitarrenduett von der Morenita do Brasil zusammen mit dem Vollblutmusiker Stephan Robens. Neben diesem Ausflug in die neuere Zeit erklangen Werke in erster Linie aus der Sammlung des Peter Huber. Ausgewählt waren die sieben Sätze aus dem „Avertisment in C“ von Georg Augustin Holler und „Komm Heiliger Geist“ von Franz Bühler. Das tragende Gerüst bildeten die drei Teile der „Missa in C“ von Alois Bauer mit „Kyrie und Gloria“, „Sanctus und Benedictus“ und „Agnus Dei“. Zum Konzertschluss mit „Lob und Preis dem Herrn“ von Johann Sebastian Bach steigerten sich Gesangsquartett und Instrumentalensemble noch weiter geradezu unglaublich zu einem orchestralen Höhepunkt, der die Konzertbesucher zu begeistertem und wahrlich nicht enden wollenden Applaus hinriss. So war es für den ersten Vorsitzenden des Freundeskreises, Dieter Höpfner, nur schwer möglich, in diesem Applaussturm die Schluss- und Dankesworte an die Zuhörer und an die exzellenten Künstlerinnen und Künstler zu richten. Sein besonderer Dank galt der Musikreferentin Christine Klinger für ein überaus beeindruckendes und feinsinnig schönes Konzert unter ihrer Gesamtleitung, so recht im Sinne des zu ehrenden Müllner Peter von Sachrang.

Bericht und Bilder: Heinrich Rehberg

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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