Landwirtschaft

Kombihaltung für Tierwohl und Milchstandort Bayern

Bayern macht einen wichtigen Schritt für mehr Tierwohl im Kuhstall und zum Erhalt des Milchstandorts. Vertreter der bayerischen Milcherzeuger und Molkereien haben sich auf eine Definition der Kombinationshaltung geeinigt, die Stall- und Weidehaltung verbindet. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber begrüßte die Entscheidung ausdrücklich: „Damit übernimmt die Milchbranche Verantwortung und trägt dem Verbraucherwunsch nach mehr Tierwohl Rechnung“, sagte die Ministerin. Das zeige, dass die bayerische Milchwirtschaft auf Verarbeiter- und auf Erzeugerebene bei solch einem wichtigen Thema an einem Strang ziehe.

Die Einigung sieht vor, dass Milchkühe in der Kombinationshaltung an mindestens 120 Tagen im Jahr die Möglichkeit zur freien Bewegung haben – entweder auf der Weide, im Laufhof oder einer Laufbucht. Mit der Realisierung von Maßnahmen zu erhöhtem Stallkomfort für die Tiere können auch 90 Tage Bewegung ausreichen. „Die gemeinsame Festlegung darauf, was die Kombinationshaltung konkret bedeutet, ermöglicht auch Betrieben, die keinen aufwändigen Neubau für einen Laufstall stemmen können, eine Zukunftsperspektive“, sagte die Ministerin in München bei einem Treffen mit Vertretern der bayerischen Land- und Milchwirtschaft.

Damit werde auch ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der bäuerlichen Familienbetriebe geleistet. Der Freistaat werde auch künftig den Umstieg in die Laufstall- und die Kombinationshaltung mit Förderprogrammen und durch intensive Beratung durch die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten begleiten.

Weitere Informationen zur Definition der Kombinationshaltung sind unter www.milch.bayern zu finden.

Foto des Treffens der Ministerin mit den Vertretern der bayerischen Land- und Milchwirtschaft. Von  links nach rechts: Ludwig Huber (Vorstand milch.bayern, Bayerischer Genossenschaftsverband, Bereichsleiter Beratung, Ware und Dienstleistung), Andreas Steidele (Vertreter des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter im Beirat von milch.bayern), Christian Schramm (Vorstand milch.bayern, Vorsitzender Interessengemeinschaft privater Milchverarbeiter in Bayern e.V.), Staatsministerin Michaela Kaniber, Susanne Glasmann (Vorsitzende milch.bayern, Geschäftsführerin Verband der Bayerischen Privaten Milchwirtschaft e.V.), Wolfgang Scholz (Vertreter des Bayerischen Bauernverbands im Beirat von milch.bayern, Vorsitzender Verband der Milcherzeuger Bayern e.V.),  Isabella Timm-Guri (Direktorin im BBV, Fachbereich Erzeugung und  Vermarktung), Hans-Jürgen Seufferlein (Vertreter des BBV im Beirat von milch.bayern, Geschäftsführer Verband der Milcherzeuger Bayern e.V.).

Bericht und Foto: Bayer. Landwirtschaftsministerium

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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