Brauchtum

Königlich priviligiert in Aschau: Fahnenrestaurierung

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die erste erhaltene Fahne der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft Aschau von 1607 (FSG Aschau) aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wird grundlegend überholt und restauriert. Schützenmeister Franz Kiesmüller junior gab den Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung bekannt, dass eine Überprüfung des Erhaltungszustandes der uralten Fahne durch die Fahnenstickerei Kössinger ergeben habe, dass eine Restaurierung möglich sei.

Die Fachleute in Schierling stellten fest, dass die Fahne höchstwahrscheinlich noch zur Regierungszeit von König Ludwig I. gefertigt wurde, also etwa 175 Jahre alt sei. Für dieses hohe Alter sei sie noch in einem ausgezeichneten Zustand. Einstimmig beschlossen die Vereinsmitglieder die Fahne restaurieren zu lassen, der Kostenansatz dafür wurde mit 1700 bis 2000 Euro angegeben. Schützenmeister Kiesmüller bedauerte es in seinem Bericht sehr, dass alle Veranstaltungen des Vereins im letzten Jahr ausgefallen seien, entsprechend kurz war sein Jahresbericht.

Der älteste Aschauer Verein umfasst derzeit 130 Mitglieder – darunter 14 Junioren, Jugendliche und Schüler – die sich aktiv an den Schießabenden beteiligen. Franz Berger wurde neu in den Verein aufgenommen. Soweit es möglich war beteiligte sich die FSG Aschau mit der Vorstandschaft oder mit der Fahnenabordnung an allen weltlichen und kirchlichen Veranstaltungen in der Gemeinde. Bei den turnusmäßig anstehenden Neuwahlen unter der Leitung von Bürgermeister Simon Frank gab es keine Überraschungen. Franz Kiesmüller junior bleibt auch in den kommenden zwei Jahren Schützenmeister der Feuerschützengesellschaft Aschau (FSG Aschau). Einstimmig wurde er bei der Jahreshauptversammlung in seinem Amt bestätigt, ebenso Schriftführerin Janina Frank und Sportleiter Thomas Graf. Jenny Pelzl, Brigitte Pelzl und Josef Reiter gehören weitere zwei Jahre lang als Beisitzer dem Vereinsausschuss an, für Benedikt Reiter wurde Martin Klampfleitner junior gewählt. Die Fahne trägt weiterhin Sebastian Kiesmüller.

Schützenmeister Franz Kiesmüller junior verlieh das Abzeichen des deutschen und des bayerischen Sportschützenbundes für 50-jährige aktive Mitgliedschaft an Georg Aringer senior, das Abzeichen für 40 Jahre erhielt Wolfgang Bude und für 25 Jahre wurden Peter Franzke, Stephan Endler und Benedikt Reiter ausgezeichnet. Hans Scheck wurde für 60-jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt, Hans Rucker senior für 50 Jahre und Lorenz Ablinger für 40 Jahre. Hans Moosbauer erhielt für seine aktive Mitgliedschaft in der Vorstandschaft die „Silberne Gams“ des Schützenbezirks Oberbayern. Schützenmeister Franz Kiesmüller dankte allen, die den Verein bei seiner Arbeit zum Wohl der Dorfgemeinschaft unterstützen und bat die Versammlung, sich bei den vielen kommenden Vorhaben der FSG Aschau im Dorf und im Schützengau zu engagieren.

Bericht und Fotos: Heinrich Rehberg

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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