Leitartikel

Kirchenmusik-Wechsel in Hittenkirchen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Für Rudolf von Loeben war es kein leichter, aber dennoch ein wohltuender und vor allem harmonischer Abschied als musikalisch Verantwortlicher für die Pfarrgemeinde „St. Bartholomäus“ in Hittenkirchen. 29 Jahre war er Kirchenmusiker, Organist und Chorleiter. Erleichterung fand er   zusammen mit den weiteren Pfarrei-Verantwortlichen für seinen „Kirchenmusikalischen Ruhestand“   durch Leute, die sich für die Nachfolge zur Verfügung stellten. Und diese warteten gleich beim Abschieds-Gottesdienst am Vorabend zu Heilig-Drei-König mit einer Überraschung auf. Die Jugendkapelle („Fritz-Musi“) und der Kirchenchor gaben vor der Kirche und vor dem Heimgang ein ganz und gar persönliches Ständchen. Natürlich waren dabei Annette Bauer und Anna Donauer als seine direkten Nachfolgerinnen mit dabei.

Für Pater Mihai, der als Pfarrvikar den Gottesdienst hielt, ist ein Gottesdienst die schönste Form, um Dank auszudrücken und er sagte dazu: „Unser Dank gilt Herrn von Loeben und unsere Zuversicht gilt den Frauen Bauer und Donauer“. Ausführlich bedankte sich Elisabeth Forstner als Mitglied vom Pfarrverbandsrat Westliches Chiemseeufer beim langjährigen Chorleiter, sie sagte zu ihm: „Deine Markenzeichen waren das Ton-Angeben, Du hast Daheim-Sein, Geborgenheit und Trost vermittelt. Und in der nunmehr zweijährigen Pandemie hast Du mit der Jugend Lösungen gesucht, Du hast die Jugend gefördert und gefordert, ihr was zugetraut und letztlich ihr Deine Liebe zur Kirchenmusik weitergegeben“. Herzlich willkommen hieß die Pfarrverbandsrätin Annette Bauer (sie übernimmt in Hittenkirchen den Orgeldienst und die Chorleitung) sowie Anna Donauer, die als zukünftige Chorleiterin und Kirchenmusikerin von Bernau auch die kirchenmusikalische Koordination für Hittenkirchen als Aufgabe hat. Den Dankesworten fügte Frau Forstner noch den Wunsch hinzu, dass sich noch einige mehr Christen aus der Pfarrgemeinde für die im März anstehenden Pfarrgemeinderatswahlen zur Verfügung stellen, hierzu fügte sie hinzu: „Gebt Euch einen Ruck, so schlimm ist es auch nicht und wichtig ist es für uns Alle“.

„Vergelt´s Gott“ des Pfarrverbandes Westliches Chiemseeufer

Auch Werner Hofmann, Gemeindereferent im Pfarrverband und Gemeindeleiter für Hittenkirchen sowie Matthias Wicha als Verwaltungsleiter des Pfarrverbandes ließen es sich nicht nehmen, zum Kirchenmusik-Wechsel nach Hittenkirchen mit Präsenten zu kommen. So bekam Rudolf von Loeben einen köstlichen Präsentkorb sowie eine Urkunde, für dessen Nachfolgerinnen gab es je einen schönen Blumenstrauß. Auf die Frage, ob der Abschied schwer fällt oder ob die Zukunft langweilig werden könnte, sagte der scheidende Chorleiter Rudolf von Loeben: „Am Anfang wird es wohl wie Urlaub sein, alsdann will ich abwarten und letztendlich werde ich mich glücklich schätzen, dass uns so eine Neu-Regelung gelungen ist. Hittenkirchen wird auf alle Fälle eine lebendige Pfarrgemeinde bleiben“.

Foto: Hötzelsperger – 1. Wechsel bei der Kirchenmusik in Hittenkirchen – von links: Anna Donauer, Mathias Wicha, Rudolf von Loeben, Werner Hofmann, Annette Bauer und Elisabeth Forstner.

  1. Überraschungs-Ständchen für Rudolf von Loeben

Weitere Informationen: www.pwcu.de

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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