Kirche

Kirchen-Patrozinium in Bernau

Mit einem Festgottesdienst im Bernauer Kurpark beging am vergangenen Montag die Pfarrgemeinde am Tag des heiligen Laurentius ihr Patrozinium. Um möglichst vielen Bernauerinnen und Bernauern, sowie den Urlaubsgästen in Anbetracht der Corona-Einschränkungen die Teilnahme an diesem Festtag zu ermöglichen, hatte der Pfarrgemeinderat zusammen mit Gemeindeleiterin und Seelsorgerin Conny Gaiser ein eigenes Programm zusammengestellt. Alle Veranstaltungen dazu standen in diesem Jahr unter dem Motto „Unsere Pfarrgemeinde – unsere Schätze“.

Bereits am Vorabend gab es einen Jugendgottesdienst in der Pfarrkirche, der musikalisch durch die Instrumental-Gruppe „Quint-Essenz“ umrahmt wurde. In dieser Feier wurde auch Gemeindeassistentin Carolin Auer verabschiedet, die in den letzten zwei Jahren im Rahmen ihrer Ausbildung in den beiden Pfarrverbänden Westliches Chiemseeufer und Bad Endorf eingesetzt war und u.a. für die diesjährige Firmvorbereitung zuständig war. Ab September wird sie mit einer halben Stelle Gemeindereferentin in der Pfarrei Grünwald in München. Außerdem ist sie schon seit Februar Fachbereichsleiterin des „Internationalen Freiwilligendienstes“ in der Diözese München-Freising und kümmert sich dort um neue und ehemalige Freiwillige in Südamerika, bestens dafür geeignet, da sie selbst für ein Jahr ein Sozialprojekt in Ecuador betreut hat. In der Predigt ging Auer auf die Schätze, die man „in sich“ trägt ein. Die Anwesenden wurden dazu eingeladen, ihre Gedanken zu „eigenen Schätzen und Talenten, die anderen Freude bereiten“ zu Papier zu bringen. Nach dem Gottesdienst gab es für die Jugend noch ein Lagerfeuer im Pfarrgarten.

Der eigentliche Festtag begann bereits in aller Früh um 6 Uhr mit einem Morgenlob im Kurpark, bei dem sich vor allem einige Jugendliche einfanden. Eine Kirchenführung durch Gemeindeleiterin Gaiser für Kinder um 10 Uhr, eine weitere für Erwachsene um 14 Uhr, sowie eine Rätsel-Rallye durch Bernau für Kinder ab der 4. Klasse waren weitere Programmpunkte, die sich über den Tag verteilten.

Mehrere Fahnenabordnungen und ein geschmückter Altarbereich sorgten abends für eine feierliche Atmosphäre, als Pfarrer Klaus Hofstetter und Gemeindeleiterin Conny Gaiser mit den Ministranten den Pavillon im Bernauer Kurpark betraten.

In den Mittelpunkt seiner Predigt stellten Hofstetter und Gaiser zum einen den Heiligen, der sich um den Kirchenschatz des Papstes kümmern sollte, diesen aber an Arme und Hilfsbedürftige verteilte und die so Beschenkten dann dem Papst als den „Schatz der Kirche“ präsentierte. Auch in der Gemeinde Bernau gäbe es viele Schätze, die zum Segen und Heil für andere Menschen werden würden. Gaiser zählte hier u.a. die Freiwillige Feuerwehr auf, die gerade bei dem Hochwasser in der letzten Woche der Bevölkerung wieder hilfreich zur Seite gestanden habe. Als Gemeindeleiterin könne sie tagtäglich neue Schätze entdecken. Musikalisch wurde der Gottesdienst von einem Bläserquartett der Musikkapelle Bernau umrahmt.

Das mittlerweile traditionelle Pfarrfest vor dem Pfarrhof oder im Pfarrheim musste heuer leider corona-bedingt ausfallen, dafür gab es aber noch einen musikalischen Gruß für den Kirchenheiligen in der Pfarrkirche. Die Bad Endorfer Organistin Judith Trifellner und der Kirchenchor St. Laurentius unter der Leitung von Christl Diwischek erfreuten die Anwesenden mit Orgelwerken von D. Buxtehude, Joh. Seb. Bach, Eugen Gigout und drei Abendliedern. Einer der Höhepunkt war dabei „Der Mond ist aufgegangen“ von Matthias Claudius, dem eine Orgelimprovisation vorausgegangen war. Für einige Anwesende endete der Festtag dann mit einem Besuch in einem der Bernauer Biergärten, wo man bei lauen Temperaturen den Tag ausklingen ließ.

Bericht und Bilder: Georg Leidel

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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