Kirche

Kardinal Marx würdigt Dienst in der Liturgie

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Wie bedeutsam der Dienst der Gottesdienstbeauftragten im Erzbistum ist, betonte Kardinal Reinhard Marx bei einem Diözesantag für die Ehrenamtlichen, die Wort-Gottes-Feiern in ihrer Pfarrei leiten. „Ich danke allen Frauen und Männern, die sich als Gottesdienstbeauftragte dafür einsetzen, dass das liturgische Leben in den Pfarrgemeinden lebendig ist. Ihr Dienst in Unterstützung der Seelsorger und Seelsorgerinnen ist für die Pfarrei und die Gemeinschaft wichtig und wertvoll“, sagte der Erzbischof von München und Freising bei der Veranstaltung, zu der die Diözesankommission für Liturgie und Kirchenmusik am Samstag, 10. Juli, per Videokonferenz eingeladen hatte. Kardinal Marx richtete sich mit einer kurzen Ansprache an die Gottesdienstbeauftragten – früher wurden sie als Wortgottesdienstleiterinnen und Wortgottesdienstleiter bezeichnet – und hielt mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gemeinsam ein Mittagsgebet.

Auch Weihbischof Bernhard Haßlberger sprach als Vorsitzender der Diözesankommission den Gottesdienstbeauftragten per Videogruß seinen Dank für ihre geleistete Arbeit aus. „Sie ermöglichen es den Gläubigen, dass sie das Wort Gottes hören, es bedenken und für ihren Alltag auch fruchtbar werden lassen“, so Haßlberger. In der Erzdiözese München und Freising gibt es rund 2.000 Gottesdienstbeauftragte. Allein in den vergangenen fünf Jahren wurden etwa 400 Gottesdienstbeauftragte ausgebildet. Zuständig für die Aus- und Fortbildung der hier engagierten Ehrenamtlichen sowie auch ihre Begleitung ist die Abteilung Liturgie im Erzbischöflichen Ordinariat München.

„Viele, die diese Ausbildung beginnen, werden von dem Wunsch geleitet, die Liturgie selbst besser zu verstehen“, erläutert Monika Selle, Leiterin der Abteilung Liturgie. „Andere sehen in dem Dienst die Möglichkeit, ein überzeugendes Glaubenszeugnis zu geben“, nennt Selle einen weiteren Beweggrund, sich für die Ausbildung zu entscheiden. Die Nachfrage sei hoch. Aber Selle stellt klar: „Jede und jeder ist willkommen.“ Die Interessierten kommen laut Selle bezüglich der Altersstruktur mehrheitlich aus der Lebensmitte und dem Rentenalter, aber es gibt auch junge Erwachsene, die sich für den Dienst zur Verfügung stellen.

Wer sich für eine kostenlose Ausbildung zum Gottesdienstbeauftragten interessiert, muss katholisch getauft und gefirmt sein. Nach Rücksprache mit dem Gemeindepfarrer erfolgt seitens der Pfarrei die Anmeldung. In verschiedenen Kursmodulen, die an mehreren Samstagen stattfinden, erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Grundlegendes zu Theologie und zur Feier von Gottesdiensten sowie zum Lektoren- und Kommunionhelferdienst. Nach Beendigung ihrer Ausbildung erhalten sie eine vom Weihbischof der jeweiligen Seelsorgsregion unterschriebene Urkunde. Von ihm werden sie für ihren Dienst für die Dauer von fünf Jahren beauftragt. Fortan leiten sie Wort-Gottes-Feiern, aber auch beispielsweise Andachten in ihrer Pfarrei – allein oder im Team mit anderen. Dabei können sie bei allen Fragen auf die Unterstützung der Hauptamtlichen vor Ort setzen. Nach Ablauf der fünf Jahre kann die Pfarrei die Verlängerung der Beauftragung beantragen. (ls)

Hinweise: Weitere Informationen rund um den Dienst der Gottesdienstbeauftragten gibt es auf www.liturgie-muenchen.de. Die Schrift Nr. 62 der deutschen Bischöfe „Zum gemeinsamen Dienst berufen – Die Leitung gottesdienstlicher Feiern“, kann unter www.dbk.de für ein geringes Entgelt in gedruckter Fassung bestellt oder kostenlos heruntergeladen werden.

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat – Foto: Hötzelsperger

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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