Kirche

Kardinal Marx weiht angehende Priester zu Diakonen

Erzbischof Reinhard Kardinal Marx weiht am Samstag, 30. Mai, um 9 Uhr im Münchner Liebfrauendom fünf Männer zu Diakonen. Die Diakonenweihe beauftragt die Kandidaten zum Dienst am Altar, am Wort Gottes und zur Sorge für die Armen und Kranken. Die zukünftigen Priester versprechen damit die Ehelosigkeit, das Beten des Stundengebetes sowie den Gehorsam gegenüber dem Bischof. Die begrenzten Plätze im Dom sind nur für die Angehörigen der Weihekandidaten vorgesehen. Eine Mitfeier im Internet ist zeitgleich aber möglich unter www.erzbistum-muenchen.de/stream.

Folgende Bewerber aus dem Erzbischöflichen Priesterseminar St. Johannes der Täufer in München sind zur Diakonenweihe zugelassen: Georg Böckl-Bichler (34), aus der Pfarrei Steingau – St. Martin, im Pastoralkurs im Pfarrverband Olching eingesetzt; Robert Daiser (28) aus Truchtlaching – St. Johann Baptist, im Pastoralkurs in der Stadtkirche Bad Aibling; Tobias Pastötter (30) aus Saaldorf – St. Martin, im Pastoralkurs im Pfarrverband Haar; Josef Schmid (28), aus Partenkirchen – Mariä Himmelfahrt, im Pastoralkurs im Pfarrverband Oberes Priental, und Stefan Schmitt (25) aus Zolling – St. Johann Baptist, im Pastoralkurs in der Stadtkirche Wolfratshausen.

Die Weihekandidaten haben Theologie studiert und bereiten sich derzeit im Rahmen des zweijährigen Pastoralkurses in der praktischen Ausbildung in einem Pfarrverband auf ihre Arbeit als Priester vor. Während des Weihegottesdienstes knien die Weihekandidaten nicht nur vor dem Altar nieder, sondern legen sich auch mit dem ganzen Körper auf den Boden, um ihre Hingabe an Gott zum Ausdruck zu bringen. Anschließend vollzieht der Bischof durch Handauflegung und Gebet die Weihe. Da die Handauflegung unverzichtbar ist, um die Diakonenweihe gültig zu spenden, erfolgt sie auch in Zeiten der Coronakrise. Allerdings werden besondere Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen, wie etwa das Desinfizieren der Hände durch den Erzbischof vor jeder Handauflegung. Im Anschluss an das Weihegebet legen die Neugeweihten, in der Regel unterstützt durch die Pfarrer ihrer Heimatgemeinden, die liturgischen Gewänder des Diakons an. Außerdem wird ihnen ein Evangeliar (Evangelienbuch) als Symbol für ihre Aufgabe, die Frohe Botschaft zu verkündigen, überreicht. Die Priesterweihe folgt in der Regel ein Jahr nach der Diakonenweihe.

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat München

Foto: Hötzelsperger – Frauentürme von München

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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