Kirche

Kardinal Marx hofft auf ein Ostern von Christen und Juden

Kardinal Reinhard Marx träumt von einem gemeinsamen Osterfest aller Christen und Juden. „Wie sehr hoffe ich, dass wir in einer globalen Welt irgendwann doch einen gemeinsamen Ostertag haben werden“, sagte der Erzbischof von München und Freising am Donnerstagabend bei der Messe vom Letzten Abendmahl im Münchner Liebfrauendom. „Dann erst haben wir den gesamten Weg vor Augen, den Gott mit uns gemeinsam geht.“ Dass Ostern in diesem Jahr für Christen und Juden auf denselben Termin falle, sei „schön“. Allerdings seien die Orthodoxen „leider nicht“ dabei. Die orthodoxe Kirche feiert erst am 2. und 3. Mai Ostern.

Marx erinnerte daran, dass in der Nacht vor Karfreitag einst die Kinder Israels aus der Sklaverei in die Freiheit gezogen waren. Die Erinnerung daran und Feier davon dürfe aber „nicht zur Konvention werden, zu einem Ritus verkommen“. Ein solches bloßes Ritual erinnere schließlich nicht daran, was Gott gewollt habe: „Jetzt sollen wir gemeinsam Mahl feiern und aufbrechen.“ Der Erzbischof betonte: „Wir müssen uns immer wieder auf das Niveau dieses Aufbruchs ziehen lassen von ihm.“

„Wir alle, auch die Kirche, müssen mutig sein“, mahnte Marx. „Gehen wir mit Mut und Zuversicht in die Feier der Ostertage hinein.“

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat München

Fotos: Egon Lippert (www.lippert-egon.de)

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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