Kirche

Kardinal Marx: „Gott will Hoffnung stiften“

Gerade in der aktuellen Coronakrise ruft Kardinal Reinhard Marx dazu auf, zuversichtlich zu bleiben: „Gott will Hoffnung stiften in der Gestalt Jesu von Nazareth.“ Gott lasse die Menschen nicht allein: „Er ist bei uns! Er ist in der Gestalt Jesu unser Bruder geworden, besonders der Bruder der Kranken, der Schwachen, der Armen, der Hoffnungslosen“, betont der Erzbischof von München und Freising in einem Videobeitrag. An ihrer Seite sei vor allem auch jetzt der Platz der Kirche. Der Beitrag wurde am Fest Verkündigung des Herrn, Mittwoch, 25. März, im Internet zur Verfügung gestellt und ist Teil der neuen Reihe „Mittwochsminuten“, die den Menschen in der momentanen Situation geistliche Impulse anbietet. Jeweils mittwochs ab 12 Uhr werden die Videos der Serie auf der Schwerpunktseite www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus sowie den Social-Media-Kanälen der Erzdiözese eingestellt.

In dem kurzen Film, der im Bischofshaus aufgezeichnet wurde, geht Kardinal Marx auf eine Darstellung der Verkündigungsszene ein, die Künstlerin Brigitte Stenzel 2018 für die Hauskapelle des bischöflichen Wohnsitzes geschaffen hat. Das Bild bringe „das radikal Neue des christlichen Glaubens“ zur Geltung: „Gott wird Mensch! Also einer von uns“. Gott lasse sich auf die ganze Wirklichkeit des Menschen ein, unterstreicht der Erzbischof, „besonders auf das Leiden, auf das Sterben, auf die Hoffnungslosigkeit, ja sogar auf die Sünde“. Dies geschehe, erläutert Marx, weil Gott den Menschen beistehen wolle: „Weil er mit dem, was in der Welt passiert, nicht zufrieden ist. Er möchte mehr, er möchte die Erlösung, die Befreiung. Er möchte die Heilung von Krankheit und Sünde und Angst.“

Stenzel habe die Verkündigung nicht wie sonst üblich visualisiert, so Marx, also mit dem Engel, der Maria in Nazareth die Nachricht überbringt, dass sie ein Kind bekommen wird, sondern auf vielleicht überraschende Weise: Maria steht vor einem Vorhang, den sie zur Seite schiebt, um dahinter zu blicken. „Die junge Frau Maria, die für die ganze Menschheit steht, sieht ein Licht“, beschreibt es der Erzbischof. Sie wisse: „Wenn wir offen sind für die Wirklichkeit Gottes, kann sich alles verändern.“ Am unteren Bildrand sei die Schlange zu sehen, die sich verkriecht, als Symbol für alles, „was böse ist, was dem Menschen nicht dient“. Diese geheimnisvolle Szene, die ihn gerade mit Stenzels Blick darauf sehr inspiriere, ergänzt der Kardinal, sei der Ausgangspunkt einer neuen Geschichte, „von der es kein Zurück mehr gibt“.

Hinweis: Alle Videobeiträge der Reihe „Mittwochsminuten“ der Erzdiözese sowie weitere Informationen in Zusammenhang mit der Coronakrise sind abrufbar unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus sowie auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram.

Bildunterschrift: „Maria“ von Brigitte Stenzel

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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