Kirche

Kardinal Marx ehrt Gewinner von Andachtsbild-Wettbewerb

Die Gewinner des Wettbewerbs für Andachtsbilder, den das Diözesanmuseum Freising zusammen mit Städtischen Berufsfach- und Meisterschulen ausgelobt hatte, stehen fest. Am Sonntag, 15. Dezember, verlieh Kardinal Reinhard Marx in der ehemaligen Karmeliterkirche in München den jungen Kunsthandwerkern ihre Preise. Prämiert wurden vier Arbeiten im Gewerk Holz, zwei Arbeiten im Gewerk Stein, eine Gold- und Silberschmiede- sowie eine Farb- und Lacktechnikarbeit. Außerdem wurden 19 Belobigungen ausgesprochen. Anschließend eröffnete der Erzbischof von München und Freising eine Ausstellung, in der alle 87 eingereichten Wettbewerbsbeiträge bis Montag, 6. Januar, zu sehen sind.

Vor der Preisverleihung sprach Kardinal Marx von der „ungeheuren Faszination, die vom einzelnen Menschen ausgeht“. Jeder Mensch sei „einmalig und unwiederholbar, wie er gelebt hat, wie er die Welt sieht, welche Erfahrungen, Wünsche und Sehnsüchte er hat“. Um diesen je ganz individuellen „Schatz“ zu bergen, so der Erzbischof in seiner Ansprache, habe das Christentum den Weg breitet zu einer Innerlichkeit und Innwendigkeit: „Nicht das Äußere ist entscheidend, sondern was in der Seele passiert.“ Gerade Andachtsbilder könnten dabei helfen, sich dem Inneren zuzuwenden. In der heutigen säkularen Welt müsse Andacht sich jedoch ausweiten, sei nicht etwas, das nur im Privaten oder im Gottesdienst geschehe. „Sie drückt aus, was Menschen mit Glück assoziieren, mit Sinn, mit der Hinwendung zu Gott, und bringt es in je neue Formen“, ergänzte der Kardinal. Dies leisteten auch die Wettbewerbsarbeiten.

Die Preisträger bei den Holzbildhauern sind Miriam von Römer mit ihrem Werk „Tagträumen“, Maria von Mücke mit „Kleine Zuflucht“, Luis Unnützer mit „Familienkreis“ und Oleksii Plakhotnyi mit „Kugelmühle“. Bei den Steinmetzen und Steinbildhauern siegten Felix Seefried mit der Arbeit „Das aufkeimende Kreuz“ und Georg Wiedemann mit „Schöne Aussichten“. Der Preis bei den Gold- und Silberschmieden ging an Petra Weidich für „Paradiesapfel“. Bei den Farb- und Lacktechnikern wurde Florian Hubka für sein Werk „Jesus_Selfie“ ausgezeichnet. Die Preise sind jeweils mit 750 Euro dotiert. Gestiftet wurde das Preisgeld von Kardinal Marx.

Teilnahmeberechtigt waren bei dem Wettbewerb Schülerinnen und Schüler der Städtischen Berufsfachschule/Meisterschule für das Holzbildhauerhandwerk, der Städtischen Fachschule für Steintechnik/Meisterschule für das Steinmetz-und Steinbildhauerhandwerk, die Städtische Meisterschule für das Gold- und Silberschmiedehandwerk sowie die Städtische Fachschule für Farb- und Lacktechnik. Die Teilnehmer aus insgesamt acht Klassen waren aufgerufen, das Thema Andachtsbild aus zeitgenössischer Perspektive zu interpretieren. Pro Klasse wurde jeweils ein Preis vergeben.

Die Ausstellung „Touch Me – Andachtsbild 2020“ in der ehemaligen Karmeliterkirche, Karmeliterstraße 1, ist täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Am 24., 25. und 31. Dezember ist sie geschlossen. Zur Ausstellung ist ein bebilderter Katalog erhältlich.

Bericht und Fotos: Erzbischöfliches Ordinariat München-Freising

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

1 Kommentar

  • Wir sollten den jungen und angehenden Künstlern immer Raum geben. In ihren Werken spiegeln sich Erfahrungen, Wünsche und Träume wider. Ein jedes Kunstwerk ist ein Spiegelbild der Seele und deshalb sehr interessant, es zu erforschen: Was bewegt Menschen heute? Vielen Dank für den Beitrag!

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