Kirche

Kardinal Marx dankt jungen Menschen für Engagement

Kardinal Reinhard Marx hat das Engagement gerade junger Menschen für den Erhalt der Schöpfung gewürdigt. „Es freut mich, was in den ‚Fridays for Future‘-Demonstrationen stattfindet. Wir wollen das als Kirche begleiten und ermutigen“, sagte der Erzbischof von München und Freising am Samstag, 21. September, bei einem Gottesdienst anlässlich des zehnjährigen Bestehens des internationalen Freiwilligendienstes der Erzdiözese in München. Um die Erde als „gemeinsames Haus der Schöpfung“ zu bewahren, seien gemeinsames Denken und globales Handeln wichtig – Maximen, die sich der Freiwilligendienst auf die Fahnen geschrieben hat.

„Viele junge Menschen suchen Erfahrungsräume: Wie finde ich Gemeinschaft? Wie kann ich mich einbringen und anderen helfen?“, sagte der Kardinal. Genau das könne ihnen der Freiwilligendienst bieten, „um ihren Blick zu weiten, damit sie herausfinden können, was sie wollen in ihrem Leben“. Der Freiwilligendienst biete den Teilnehmern oft einen „Akzent für ihr ganzes Leben“ und sei damit „eine der zukunftsweisenden Initiativen, die zeigt, wofür Kirche steht“, sagte Marx. „Wir werden den Freiwilligendienst stärken.“

Seit der Gründung des Freiwilligendienstes im Jahr 2009 waren im Rahmen des Programms mehr als 100 junge Frauen und Männer jeweils ein Jahr lang in sozialen Projekten in den südamerikanischen Ländern Ecuador, Bolivien oder Argentinien im Einsatz. Die 18- bis 28-Jährigen bereiten sich etwa neun Monate lang unter anderem bei Seminaren und Gesprächen auf ihren Dienst vor. Während ihres Auslandsaufenthalts werden sie von den zuständigen Mitarbeiterinnen im Erzbischöflichen Ordinariat München intensiv begleitet. Nach ihrer Rückkehr erhalten die jungen Menschen Unterstützung bei der Auseinandersetzung mit dem Erlebten. Dabei geht es auch darum, dass die Frauen und Männer in ihrem Umfeld von ihren Erfahrungen berichten und sich weiterhin sozial oder entwicklungspolitisch engagieren. Zurzeit arbeiten sieben junge Freiwillige unter anderem in Kindergärten, Schulen und Pfarreien in einem der drei Einsatzländer mit.

Der internationale Freiwilligendienst der Erzdiözese München und Freising bietet die einjährigen Einsätze im Rahmen des „weltwärts“-Programms der Bundesregierung an. Der Fachbereich kooperiert mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend, der Katholischen Landvolk Bewegung, der Katholischen Landjugendbewegung, dem Kolpingverband und der Schönstattbewegung.

Seit 2014 bietet der internationale Freiwilligendienst der Erzdiözese auch einen Austausch in umgekehrter Richtung an: Junge Frauen und Männer aus Ecuador, mit dessen katholischer Kirche die Erzdiözese München und Freising seit fast 60 Jahren eine Partnerschaft pflegt, arbeiten ein Jahr lang in einem sozialen Projekt in der Erzdiözese mit. Mit den vier Freiwilligen, die ihren Einsatz im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes im September begonnen haben, absolvierten insgesamt 15 junge Ecuadorianerinnen und Ecuadorianer den sogenannten „Incoming-Freiwilligendienst“. Die ersten fünf Jahrgänge leisteten den Dienst als Freiwilliges Soziales Jahr. Weitere Informationen zu beiden Programmen finden sich im Internet unter www.freiwillig-weg.de.

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat

Bildunterschrift: Kardinal Marx im Jahr 2013 auf der Fahrt zur Fraueninsel mit Jugendlichen

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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