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Kampagne der Landesverkehrswacht Bayern und des Bayer. Brauerbundes

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

36 Menschen verloren im Jahr 2020 in Bayern ihr Leben bei einem Alkohol-Unfall. Zuviel, findet der Vizepräsident der Landesverkehrswacht Bayern, Peter Starnecker, und weiß sich hier einig mit dem Bayerischen Brauerbund. Seit vielen Jahren schon engagiert sich die Standesvertretung der bayerischen Brauwirtschaft zusammen mit der Landesverkehrswacht gegen Alkohol am Steuer. In diesen Tagen starten beide Organisationen anlässlich der Fußball-Europameisterschaft eine weitere Plakatkampagne.

Zusammen mit Innenminister Joachim Herrmann wurde das neue Plakatmotiv im Bayerischen Innenministerium vorgestellt. Innenminister Herrmann: „Auf dem Platz und für die Straße gilt: Fair Play und Sicherheit für alle! Fahrzeugführung und Alkoholgenuss passen nicht zusammen. Wer fährt, trinkt nicht – wer trinkt, fährt nicht! Hier pfeift die Polizei ganz schnell ab und zeigt die Rote Karte“.

Peter Starnecker: „Statistiken weisen im Laufe der vergangenen Jahre eine sinkende Zahl von Alkoholunfällen aus. Das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Folgen von Unfällen unter Alkohol- oder Drogenbeeinflussung überdurchschnittlich schwer sind. Es bleibt zumeist nicht bei Blechschäden. Beteiligte erleiden oftmals lebensverändernde Traumata sowie schwere bis schwerste oder gar tödliche Verletzungen als Folge bei schweren Verkehrsunfällen.“

„Für viele gehört der Genuss eines guten Bieres zum Fußballschauen einfach dazu. Alkoholkonsum und die Teilnahme am Straßenverkehr passen dagegen eben nicht zusammen“, kommentiert Dr. Lothar Ebbertz, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, das Plakatmotiv. „Wer unter Alkoholeinfluss Auto, aber auch stark alkoholisiert Fahrrad fährt, gefährdet sich und andere – und riskiert seinen Führerschein – ein Eigentor eben.“

Unter dem bewährten Motiv „DON’T DRINK AND DRIVE“ mahnen über 1.300 Plakate an Land- und Bundestraßen in den Monaten Juni und Juli in ganz Bayern, das Auto lieber stehen zu lassen, wenn man getrunken hat. Wer nicht auf Alkohol verzichten will, hat besser schon mit noch klarem Kopf die Fahrpläne von Bus, Bahn oder Tram rausgesucht und für alle Fälle die Nummer vom Taxi-Service auf dem Smartphone gespeichert.

DON’T DRINK AND DRIVE ist eine von den Verbänden der alkoholhaltige Getränke produzierenden Wirtschaft gemeinsam getragene Kampagne zur Bekämpfung der alkoholisierten Teilnahme am Straßenverkehr. Sie wurde 1993 ins Leben gerufen und ist damit die älteste Alkoholmissbrauchspräventionskampagne in Deutschland.

Die Landesverkehrswacht Bayern (LVW) wurde am 13.07.1950 in München gegründet. Das oberste Ziel ist die Verkehrssicherheit zu fördern und Verkehrsunfälle zu verhüten. Der Ansatzpunkt für alles Tun der LVW ist der Mensch. Die LVW arbeitet entlang von Zielgruppen, das heißt, sie definiert und klassifiziert Verkehrsteilnehmer nach ihrem Alter und der Art ihrer Verkehrsteilnahme. Die wichtigsten Zielgruppen sind Vorschulkinder, Schulkinder, Radfahrer, junge Autofahrer und ältere Menschen. Jede dieser Zielgruppen ist durch bestimmte Gefährdungspotenziale charakterisiert. Hierzu bieten die LVW und die bayerischen Verkehrswachten zahlreiche Maßnahmen und Projekte an.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Landesverkehrswacht Bayern e. V.  und beim Bayerischen Brauerbund e. V.

Foto: Bayerischer Brauerbund – „Stellten im Bayerischen Innenministerium das neue Plakatmotiv „Eigentor“ gegen die alkoholisierte Teilnahme am Straßenverkehr vor: Bayern Innenminister Joachim Herrmann (re), Dr. Lothar Ebbertz, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes (Mitte) und Peter Starnecker, Vizepräsident der Landesverkehrswacht Bayern (li).“

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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