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Jugendfilmtage in Rosenheim

„LebensWege!“ war in diesem Jahr das übergeordnete Thema der 5. Jugendfilmtage im Rosenheimer Citydome. Eingeladen waren Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufen aller Schulformen in Stadt und Landkreis Rosenheim. „Für die Jugendlichen in diesem Alter, stellt sich bald die Frage, wie es in Zukunft weitergeht. Die Veranstaltung sollte ihnen zeigen, dass es verschiedene Lebenswege gibt und diese nicht immer geradlinig verlaufen. Sie sollte ihnen aber auch verschiedene Denkanstöße und Hilfen mit an die Hand geben“, sagte Moritz Beck von der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Rosenheim. In Kooperation mit dem Netzwerk Jugendschutz der Stadt Rosenheim und der offenen Jugendarbeit im Landkreis Rosenheim hatte die Kommunale Jugendarbeit die Jugendfilmtage am Dienstag und Mittwoch (26. – 27.11.19) durchgeführt.

Zum Start der Veranstaltung hatten die Schülerinnen und Schüler Zeit für die elf Mitmachstationen im Foyer sowie der 1. und 2. Ebene des Citydomes. Mit dabei waren der Frauen- und Mädchennotruf Rosenheim, das Sozialraum Team Nord, Donum Vitae, die Jugendschutzstelle der Stadt Rosenheim, das Q3 Quartier für Medien, Bildung und Abenteuer, der Jugendtreff LOGO, Stadtjugendring und Kreisjugendring, die Katholische Jugendstelle, die Kommunale Jugendarbeit des Landkreises, die Suchtprävention des Diakonischen Werkes und die Diakonie Jugendhilfe Oberbayern.

Am Stand der Fachambulanz Suchtprävention der Diakonie konnten die Jugendlichen zum Beispiel eine imaginäre Hausparty besuchen und wurden dort mit verschiedenen Versuchungen konfrontiert. Sie mussten entscheiden, ob sie sich auf Alkohol oder verschiedene Drogen einlassen wollten. Je nach Entscheidung nahm der Weg eine andere Richtung. Wer allen Versuchungen aus dem Weg ging, kam nüchtern und gesund Zuhause an. Wer alles mitnahm, endete bei der Polizei und musste dort von den Eltern abgeholt werden. Am Stand des Jugendtreffs LOGO konnten sich die Jugendlichen mit ihrem ökologischen Fußabdruck auseinandersetzen. Verschiedene Stände beschäftigten sich außerdem mit dem persönlichen Lebensweg, mit Hochs und Tiefs, was habe ich schon erlebt, was wünsche ich mir für die Zukunft und wo soll mein Lebensweg hingehen.

Im Anschluss ging es für die Jugendlichen in den Kinosaal. In diesem Jahr wurden Filme gezeigt, die sehr unterschiedliche Lebenswege beleuchten. Der Film „Bob der Streuner“ erzählt die wahre Geschichte eines Ex-Junkies auf Entzug, der gerade noch der Obdachlosigkeit entkommen ist. Er hält sich in London als Straßenmusiker über Wasser, als ein völlig ausgehungerter roter Kater in sein Leben tritt. Obwohl er selbst kaum Geld hat, päppelt er das Tier wieder auf. Daraus entwickelt sich eine Freundschaft, die ihm neuen Lebensmut und Halt gibt. Film Nummer zwei ist die Komödie „Welcome to Norway“. Es geht um einen Hotelbesitzer, der sein marodes Hotel aus den roten Zahlen holen will, indem er es als Flüchtlingsunterkunft vermietet. Dabei kommt er nicht daran vorbei, sich mit den unterschiedlichen Menschen, Religionen und Lebenswegen zu beschäftigen. Beim Film „Sommersturm“ dreht sich alles um einen jungen Mann, der in einem Rudercamp feststellt, dass er homosexuell ist und sich in seinen besten Freund verliebt hat.

Die Jugendfilmtage wurden in diesem Jahr zum 5. Mal durchgeführt. Dies war möglich durch die Zusammenarbeit von verschiedensten Einrichtungen der Jugendarbeit, Beratungsstellen, der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Rosenheim sowie der Unterstützung der Stadt Rosenheim und dem Citydome Rosenheim. In diesem Jahr nutzten rund 600 Schülerinnen und Schüler aus 14 Schulen in Stadt und Landkreis Rosenheim das Angebot.

Bericht und Fotos: LRA Rosenheim

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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