Leitartikel

Jubiläums-Bankerl für Dr. Christine Pfaller

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Seit 50 Jahren ist Dr. Christine Pfaller „Ärztin aus Leidenschaft“, seit 37 Jahren betreibt sie ihre Praxis in Frasdorf. Dabei stammen ihre Patienten nicht nur aus dem Ort selbst, sondern auch aus dem Umkreis, aus Aschau, Höhenmoos, Wildenwart und vom Samerberg. Zusätzlich ist Dr. Pfaller in der Ausbildung der künftigen Ärzte tätig und bringt ihnen mit viel Geschick und Einsatz die Wahrheit über die Arbeit eines Landarztes bei. Das Goldene Arzt-Jubiläum war für den Frasdorfer Gemeinderat Anlass genug der beliebten Ärztin etwas ganz besonderes zu schenken. Doch was schenkt man einem Menschen, der eigentlich alles hat? Nach eingehenden Beratungen und einer geheimen Absprache zwischen den beiden Nachbarbürgermeistern Daniel Mair und Simon Frank, sowie dem Aschauer Tourismuschef Herbert Reiter und Rosi Hell aus dem Team um Dr. Pfaller einigten sich alle darauf, ein neues „Dr. Christine Pfaller Bankerl“ im Bankerldorf Aschau aufzustellen.

Unter größter Geheimhaltung baute die Frasdorfer Firma Richter ein neues Bankerl zusammen, der Aschauer Bildhauer Christian Huba gestaltete die Rückenlehne und in Anwesenheit des Frasdorfer Gemeinderates, der Mitarbeiterinnen des Praxisteams und der Aschauer Hausherrn enthüllte Bürgermeister Daniel Mair zusammen mit Dr. Pfaller das neue Bankerl an der südlichen Aschauer Kneippanlage. „Da sie in der Gemeinde Frasdorf und darüber hinaus bei Alt und Jung bekannt und vor allem hoch geschätzt sind, hat sich der Gemeinderat viele Monate Gedanken gemacht, wie man ihnen eine kleine Freude zu ihrem Jubiläum machen könnte“, so der Rathauschef. „Nutzen Sie Ihre Bank, sooft es Ihre Zeit zulässt und schöpfen Sie hier unmittelbar neben der Prien neue Kraft“.

Bericht und Fotos: Heinrich Rehberg

Dr. Christine Pfaller und Felix Pfaller beim Probesitzen auf der neuen Bank zum 50-jährigen Arztjubiläum

Dr. Christine Pfaller, Bürgermeister Daniel Mair (rechts) und der Aschauer zweite Bürgermeister Michael Andrelang (links) enthüllen das neue Bankerl Nummer 94 zum 50-jährigen Arztjubiläum von Dr. Christine Pfaller

Dr. Christine Pfaller und Felix Pfaller beim Probesitzen auf der neuen Bank zum 50-jährigen Arztjubiläum mit Bürgermeister Daniel Mair (links) und dem Aschauer zweiten Bürgermeister Michael Andrelang (rechts)

Dr. Christine Pfaller und Felix Pfaller beim Probesitzen auf der neuen Bank zum 50-jährigen Arztjubiläum mit Bürgermeister Daniel Mair (vierter von links), Altbürgermeisterin Marianne Steindlmüller (zweite von rechts) und den Frasdorfer Gemeinderäten

                                                                                                            Rede von Bürgermeister Daniel Mair im Wortlaut:

Sehr geehrte Frau Dr. Pfaller,  ich möchte Sie im Namen der Gemeinde Frasdorf sehr herzlich zu unserer kleinen Feierstunde hier und heute begrüßen.  Wie ich weiß, wurde Ihnen in den letzten Wochen und Tagen nur mitgeteilt, dass Sie sich diesen heutigen Termin frei halten sollten, weitere Informationen erfolgten nicht. Ihren Mitarbeiterinnen ging es mit wenigen Ausnahmen ebenso, auch sie wussten einen Termin, nicht aber was genau dahinter steckt! Ziel war es Ihnen mit diesem heutigen Termin eine hoffentlich schöne Überraschung zu bereiten. Ich bitte Sie daher die Geheimniskrämerei zu entschuldigen. Um die Anspannung nun nicht ins unermessliche steigen zu lassen, möchte ich nun das unter strenger Kontrolle behütete Geheimnis lüften: Liebe Frau Dr. Pfaller, wir stehen heute hier, weil Ihnen die Gemeinde Frasdorf eine kleine Anerkennung zu Ihrem 50. Arztjubiläum, welches Sie in diesem Jahr begangen haben, zukommen lassen möchte. Seit 37 Jahren betreiben Sie Ihre Praxis in Frasdorf und sind weit über die Gemeindegrenzen als „Ärztin aus Leidenschaft“ bekannt. Ihre Patienten, die nicht nur aus Frasdorf, sondern auch aus dem Umkreis (Aschau, Höhenmoos, Samerberg etc..) kommen standen und stehen an erster Stelle, für die Sie Tag und Nacht da sind.   Mit großer Freude sind Sie in der Studentenausbildung tätig, um den Studenten zu zeigen, was Hausarztmedizin wirklich ist. Ihre Praxis gehört seit etwa 15 Jahren zu den ersten Lehrpraxen der TU München und seit einigen Jahren auch zu den Lehrpraxen der Paracelsus Privatuniversität Salzburg. Ich habe mir sagen lassen, dass Sie den Praxistag mit den Studenten auch gerne mit kurzen Andekdoten aus „dem Leben einer Landärztin“ auflockern, was den Studenten große Freude bereitet. Man kann ganz klar sagen, Ihr Beruf ist nicht nur ein Beruf, sondern Berufung!

Sie waren ferner viele Jahre Bürgerin der Gemeinde Frasdorf und haben sich neben Ihrem sehr zeitintensiven und anstrengenden Beruf im Ortsgeschehen eingebracht. Als Beispiel sei hier anzuführen, dass Sie sich sogar Zeit zum Theaterspielen genommen haben.  In dem Stück „Tante Rosa  kommt zu Besuch” haben Sie als Postbote mit einem gelben Fahrrad und einer geliehenen Uniform mitgewirkt. Genanntes Stück haben Sie nach einem nächtlichen Notfall-Hausbesuch auf dem Samerberg noch umgeschrieben. Die Vorstellung in der Lamstoahalle habe ich mir sagen lassen, war ein voller Erfolg. Da Sie in der Gemeinde Frasdorf bei Jung und Alt bekannt und vor allem hoch geschätzt sind, hat sich der Gemeinderat der Gemeinde Frasdorf viele Monate Gedanken gemacht, wie man Ihnen eine kleine Freude anlässlich Ihres Jubiläums machen könnte. Zum Glück konnte ich letztlich Kontakt mit einer „guten Fee“ in Ihrem Haushalt aufnehmen, von der ich in Erfahrung bringen konnte, dass Sie sich eventuell über ein „Bankerl“ im Bankerldorf Aschau freuen würden. Diese Idee fand ich sowie alle Gemeinderäte perfekt! Daraufhin habe ich gemeinsam mit der guten Fee Kontakt mit der Tourist-Info Aschau i. Chiemgau aufgenommen und in Herbert Reiter einen sehr kreativen „Mitverbündeten“ gefunden, der uns einen passenden Standort zur Verfügung gestellt hat und bei der Vorbereitung dieses Termines kräftig mitgewirkt hat. Auch mein Bürgermeisterkollege aus Aschau Simon Frank hat mir ohne zu zögern die Erlaubnis zur Durchführung des heutigen Termines in seinem Gemeindegebiet zugesagt. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal ausdrücklich bei der Gemeinde Aschau, insbesondere bei Herbert Reiter für die Unterstützung bedanken.

Mein größter Dank ergeht jedoch an die gute Fee (Rosi Hell) ohne deren unermüdlichen Einsatz, Ihre Ideen und vor allem Ihr Organisationstalent dieser Termin nicht in dieser Form stattfinden würde. Liebe Rosi auch Dir, sowie dem Praxisteam vielen Dank für die Unterstützung, Nun habe ich allerdings genug gesprochen, ich würde Sie liebe Frau Dr. Pfaller nun bitten, Ihre Bank zu enthüllen und hoffe, dass wir Ihren Geschmack getroffen haben.

 

 

 

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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