Brauchtum

Jahrtag und Versammlung beim GTEV „D’Staffelstoana“ Bernau

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Nach zwei Jahren Pause konnte am vergangenen Ostermontag endlich wieder der traditionelle Trachtenjahrtag des GTEV „“D’Staffelstoana“ Bernau gefeiert werden. Da seit zwei Jahren keine Versammlungen stattgefunden hatten, schloss sich im Anschluss an den Gottesdienst auch noch eine Jahreshauptversammlung mit Berichten und Ehrungen im Gasthof „Alter Wirt“ an.

Zu den Klängen der Musikkapelle Bernau unter der Leitung von Albert Osterhammer zogen die beiden Fahnenabordnungen gemeinsam mit den zahlreichen Vereinsmitglieder in die Pfarrkirche ein. Pfarrer Gottfried Grengel zelebrierte zusammen mit acht Ministranten in Tracht den Gottesdienst. In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte Grengel die Tracht als äußeres Zeichen der Gemeinschaft und als „Ja zum Leben“. Neben dem Gedenken an die Verstorbenen des Vereins konnte am Ende dann auch das Fahnenband geweiht werden, das im Rahmen des Gaufestes 2019 dem Festverein von den Trachtenvereinen Marquartstein und Grassau überreicht worden ist. Bei der anschließenden Jahreshauptversammlung, die die Jahre 2020 und 2021 behandelte, bedankte sich Vorstand Franz Praßberger bei allen Mitgliedern für den Kirchgang, dem Pfarrer, den Minsitranten und der Musikkapelle für die feierliche Gestaltung des Gottesdienstes.

Die anschließenden Berichte fielen pandemiebedingt sehr kurz aus. Schriftführerin Magdalena Weingartner verlas das Protokoll der beiden Jahre, das nur von Gratulationen zu runden Geburtstagen und Beerdigungen bestimmt war. 2021 war die Gestaltung des Erntedankgottesdienst und das Mitwirken bei „Bernau mistet aus“ mit einem Brotzeitstand der Höhepunkt des Jahres. Auch Vorplattler Franz Weingartner konnte lediglich mitteilen, dass in den letzten beiden Jahren nur drei Plattlerproben stattgefunden haben, alles andere musste abgesagt werden. Ähnliches war auch von der Jugendleiterin Irmi Fischer zu hören. Der Kassenbericht von Regina Müller fiel ebenfalls sehr kurz aus, zeigte aber auch, dass der Verein seit dem Gaufest finanziell gut aufgestellt ist. Nach der Entlastung der Vorstandschaft durch den Kassenprüfer Peter Osterhammer, ging dann Vorstand Franz Praßberger in seinem persönlichen Rückblick noch einmal auf die beiden Pandemiejahre ein, die den Verein fast an seine Grenzen gebracht haben. Es habe viele Planungen gegeben, die dann wieder verworfen werden mussten und das öffentliche Leben so fast auf Null gefahren wurde. Trotz Lockdown mussten aber wichtige Abläufe im Verein aufrechterhalten werden. Hierbei bedankte er sich bei den Fähnrichen, die immer Zeit hatten, wenn sie benötigt wurden. „Es wird jetzt Zeit, dass wieder Leben in den Ort kommt!“, so sein Fazit. Die erste Möglichkeit bietet sich bereits am 1. Mai, wenn ab ca. 10 Uhr der Maibaum im Ortszentrum zu den Klängen der Musikkapelle Bernau aufgestellt wird. Auch das 6-Vereine-Preisplatteln soll heuer von Bernau ausgerichtet werden, wegen eines fehlenden Saales wird man ins Hittenkirchner Trachtenheim ausweichen können. Seine Vorschau beendete Praßberger mit der Aussicht auf ein Dorffest im August und der Teilnahme am Gaufest in Schleching, bei der sich der Verein mit der Musikkapelle und einem Leutwagen beteiligen wird.

Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber dankte dem Verein für die aktive Teilnahme am Dorfleben, so weit das in den letzten Jahren möglich war und freut sich ebenfalls auf die kommende Zeit, wenn sich im Ort wieder etwas rührt. Im Rahmen des Jahrtags konnten für die Jahre 2020 bis 2022 auch wieder eine ganze Reihe von Mitgliedern für 30- und 50-jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Leider konnten nicht alle zu Ehrenden anwesend sein. 30 Jahre Mitgliedschaft: Monika Brandmayr, Anna Hartl, Maria Hormann, Irmi Schlosser, Lorenz Weingartner, Margarete Böhm, Florian Fischer, Horrer Karl, Andreas und Thomas Rummelsberger, Andreas Winkler, Franz Praßberger, Robert Stolz und Christiane Weingartner. 50 Jahre Mitglied: Lydia Huber, Georg Philipp, Marianne Wörndl, Elisabeth Reuper, Anna Rummelsberger, Anna Stoib, Wolfgang Zeitlmann, Margarete Fischer und Marianne Lackerschmid. Bei Weißwürsten mit Breze und Gesprächen klang der Jahrtag gemütlich aus.

Bericht: Georg Leidel

Fotos: Regina Müller / Hötzelsperger

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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