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Jahreshauptversammlung Krieger- und Reservistenverein Frasdorf

Der Krieger- und Reservistenverein Frasdorf-Umrathshausen bleibt bei seiner bewährten Vorstandschaft. Bei den turnusmäßig anstehenden Wahlen unter der Leitung von Bürgermeister Daniel Mair wurden die beiden Vorsitzenden Hans Winkler und Hans Steinberger in ihren Ämtern bestätigt. Schriftführer Christoph Malterer kümmert sich um die Bücher, die Kassengeschäfte führt weiterhin Stefan Mentzel, Peter Mayr trägt auch künftig die Fahne des Vereins. Georg Wörndl hält als Reservistenbetreuer vor allem den Kontakt mit den gedienten Soldaten des Vereins. Die drei Beisitzer Matthias Prankl, Sepp Hollinger und Florian Wörndl runden das Gremium ab.

„Wir wollen mit unserer Arbeit die Verbundenheit der heutigen Generation mit den vermissten und gefallenen Gemeindebürgern über alle Generationen hinweg zum Ausdruck zu bringen“, erinnerte Vorstand Hans Winkler an die Aufgaben des Traditionsvereins. „Unser besonderer Dank aber gilt den Angehörigen der Bundeswehr und den Reservisten, die unter Einsatz ihres Lebens durch ihren Dienst aktiv zum Erhalt des Friedens in unserer Zeit beitragen“.

Vorstand Hans Winkler dankte allen Förderern, die Aktivitäten des Vereins seien im vergangenen Jahr weitgehend herunter gefahren worden: nach Möglichkeit war der Verein bei allen kirchlichen und weltlichen Feiern in der Gemeinde Frasdorf angemessen vertreten. Winkler bedankte sich bei der Musikkapelle Wildenwart für die stete Unterstützung.

Rund 150 Mitglieder gehören dem Verein derzeit an, davon ist Sebastian Bauer der letzte Teilnehmer des Zweiten Weltkriegs.

Es gelte den 164-jährigen Krieger- und Reservistenverein Frasdorf-Umrathshausen auch in den kommenden Jahren so zu organisieren, dass die Lücken, die durch den Wegfall der Wehrpflicht und die damit fehlenden Reservisten anderweitig geschlossen werden könnten, so Hans Winkler.

Kassier Stefan Mentzel zeigte in seinem Bericht, dass der Verein für seine Aufgaben finanziell gut dasteht.

Mit großer Mehrheit beschloss die Versammlung die Satzung des Vereines zu ändern. Künftig können alle natürlichen Personen Mitglied im Frasdorfer Krieger- und Reservistenverein werden, so wie es beim Nachbarsverein von Wildenwart seit fast schon 100 Jahren üblich sei.

Nur mit dieser Maßnahme lasse sich – nach dem Wegfall der Wehrpflicht – ein Weiterleben des Vereins und das künftige Gedenken aufrecht erhalten, so Hans Winkler. Nur so lasse es sich sicherstellen, dass die Kriegerdenkmäler in der Gemeinde und die Fahnen erhalten und gepflegt bleiben und die Erinnerung fortbesteht. Wenn der Verein darauf beharrt hätte, auch in Zukunft nur Gediente aufzunehmen, hätte sich das Ende der Kameradschaft ganz klar vorhersehen lassen. Wer freiwillig zum Veteranenverein gehe, der beweise damit, dass ihm die Ziele des Vereins am Herzen liegen.

Der erste Vorsitzende Hans Winkler zeichnete zusammen mit dem Obmann der Interessengemeinschaft der Krieger,- Veteranenvereine und Soldatenkameradschaften im Landkreis Rosenheim (IG Rosenheim) Pius Graf die drei Mitglieder Sepp Steindlmüller, Ludwig Karpfinger und Christian Moser für ihre 50-jährige Vereinstreue und Mitarbeit im Verein aus; Josef Huber, Josef Wollschlager, Hubert Volkelt, Josef Weber und Peter Hamberger erhielten das Abzeichen für 40-jährige Vereinstreue.

Für ihre langjährige Arbeit in der Vorstandschaft erhielten der Vorsitzende Hans Winkler und der Fähnrich des Vereins Peter Mayer aus der Hand des IG-Obmannes Pius Graf das Ehrenzeichen der IG Rosenheim in Gold, die beiden ehemaligen Schriftführer Thomas Bachmann und Wolfgang Michel und der Beisitzer Mathias Prankl das Abzeichen in Silber. Das Ehrenkreuz in Bronze verlieh Pius Graf an Hans Prankl, Josef Weber, Sepp Stein, Rudi Keil und Alfred Kristen.

Graf erklärte, dass aufgrund der Corona-Pandemie und der derzeit ungünstigen Aussichten für die kommenden Monate die vorgesehene Sonderzugfahrt für das Frühjahr 2022 nach Prag nicht plan- und durchführbar ist. Er wies darauf hin, dass es noch einige Zeit dauern könne, bis diese Veranstaltung wieder in gewohnter Art und Weise durchgeführt werden kann.

Auch über weitere Veranstaltungen der IG Rosenheim und der angeschlossenen Vereine für das Jahr 2022 seien derzeit keine konkreten Aussagen möglich.

Bericht und Foto: Heinrich Rehberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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