Sport

Jahreshauptversammlung der Wildenwarter Schützen

„Wir wollten eine elektronische Schiessanlage für die Schützengesellschaft „Die Elfer“ in der Wildenwarter Schlosswirtschaft und wir haben sie bekommen“, freute sich Schützenmeister Andreas Freund bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im 130.Jahr der Vereinsgeschichte in der Wildenwarter Schlosswirtschaft.

Er bedankte sich bei allen, die mit Spenden oder mit Arbeitsleistungen zur Verwirklichung dieses Vorhabens beigetragen haben. „Der Bayerische Sportschützenbund (BSSB) hat den Antrag für den Bau der Stände genehmigt, aber wir wissen noch nicht, wann und was sie zahlen werden. Der BSSB fördert solche Anlagen mit einem Zuschuss bis zu 30 Prozent“.

Die Marktgemeinde Prien hat dem Verein einen Zuschuss von 3000 Euro gewährt, von der Gemeinde Frasdorf ist bisher noch keine Zusage eingegangen. Die Vorsitzenden des Trachtenvereins Peter Voggenauer und der Feuerwehr Michael Ramsl hatten im Vorfeld die Unterstützung des Vorhabens durch die Ortsvereine versprochen, denn „in Wildenwart halten wir zusammen“. So beteiligten sich die Wildenwarter Schützen am Ochsenrennen der Feuerwehr und erhielten dafür eine Spende von 7500 Euro; der Trachtenverein wollte einen Anteil vom Erlös eines Waldfestes stiften – aber dann kam Corona…

In seinem kurzen Bericht erinnerte Schützenmeister Andreas Freund an die wenigen Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres. Er bedankte sich bei Herzog Max in Bayern und Herzogin Elizabeth für die Möglichkeit den Schießstand im ehemaligen Stall des Wildenwarter Ökonomiegebäudes nutzen zu dürfen. Weiter bedankte er sich beim Wirt der Schlosswirtschaft und allen Ortsvereinen für die gute Zusammenarbeit, ohne die ein Vereinsleben im Dorf nicht denkbar wäre. Er dankte dem Waffengeschäft Fischer aus Bernau, das ein Lichtgewehr für die Ausbildung des Nachwuchses gespendet und Sabine Klunker für die Überlassung des Gewehrs ihres verstorbenen Mannes Frieder Klunker. Schatzmeisterin Brigitte Krauss berichtete über den aktuellen Kassenstand, die beiden Kassenprüfer Balthasar Hamm und Gerhard Kronast empfahlen die Entlastung der Vorstandschaft.

„Zum geselligen Schiessen“ trafen sich im Winter 1891 erstmals elf Männer aus Wildenwart in der Schlosswirtschaft. In 130 Jahren ist aus den elf Gründungsmitgliedern von 1891 ein starker Verein von rund 150 Schützen entstanden. Während die elf Gründungsmitglieder 1891 ausschließlich Männer waren, ist der Frauenanteil im Verein heute erfreulich hoch.100 Mitglieder, Frauen und Männer, beteiligen sich aktiv an den Schießvorhaben, darunter auch ein Dutzend Schüler und Jugendliche. Andreas Freund junior führt „Die Elfer“ seit 2003 als Erster Schützenmeister. Die SG Wildenwart hat – im Gegensatz zu den Feuerwehren und Trachtenvereinen von Atzing und Wildenwart – wie der Veteranen- und Kriegerverein Wildenwart Mitglieder in allen Ortsteilen der ehemaligen Gemeinde Wildenwart zwischen Hendenham und Siggenham.

Bei den turnusmäßig anstehenden Neuwahlen unter der Leitung von Peter Freund senior gab es einige Veränderungen in der Führungsmannschaft. Schützenmeister Andreas Freund junior führt die Schützengesellschaft „Die Elfer“ auch in den nächsten Jahren, er wird künftig von Rudi Friedrich als Stellvertreter unterstützt. Der bisherige zweite Schützenmeister Stephan Baumgartner gab sein Amt nach 20 Jahren ab. Als Schriftführerinnen sind auch künftig Sabine Klunker und Hildegard Kronast tätig, für die Kasse bleiben Brigitte Krauss und Karin Bauer (bisher Katharina Stocker) verantwortlich. Sportleiter Günter Freund wurde in seinem Amt bestätigt, für die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen des Vereins ist Jugendsportleiter Anton Kirner verantwortlich. Die Fahne des Vereins trägt Hans Bohrer, er wird begleitet von Josef Hamm, Gerhard Kronast und Helmut Freund junior. Der bisherige Fahnentrupp Josef Hamm, Josef und Helmut Freund senior hatte sich seit der Fahnenweihe von 1991 30 Jahre lang um die Fahne gekümmert. Als Beisitzer werden Peter Loferer senior und Georg Bohrer fungieren. Die beiden Kassenprüfer Balthasar Hamm und Gerhard Kronast wurden im Amt bestätigt.

Sobald die Corona-Lage es zulässt, wollen die Wildenwarter ihre neue Schießanlage auf Herz und Nieren prüfen. Üblicherweise beginnt der Schießbetrieb mit dem ersten Übungsschießen im Oktober und endet im April. Schützenmeister Andreas Freund wird die Termine für den Schießbeginn rechtzeitig bekannt geben, sobald es die Pandemie erlaubt. Die Schützen treffen sich jeden Freitag ab 19 Uhr in der Schloßwirtschaft. Neuanfänger, vor allem Jugendliche, sind zu den allwöchentlichen Schießabenden stets willkommen.

Bericht und Fotos: Heinrich Rehberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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