Gastronomie

Jahreshauptversammlung beim Gewerbeverein Aschau

„Sie kümmern sich um das Aschauer Gemeindeblatt mit seinem ganzen Drumherum, beinahe seit es dieses Mitteilungsblatt in der Gemeinde Aschau gibt. Während in anderen Kommunen die Gemeinde oder ein Verein der Herausgeber des örtlichen Nachrichtenblattes ist, macht das in Aschau der Gewerbeverein und für den arbeiten seit 30 Jahren Hildegard Linke-Pöpperl und Susanne Wörndl“, bedankte sich der Vorsitzende des Gewerbevereins Rainer Küblbeck im Rahmen der Jahreshauptversammlung in der Schlossbergalm bei den beiden Jubilarinnen und überreichte ihnen einen Riesenblumenstrauß. Auch Bürgermeister Simon Frank brachte einen Blumenstrauß mit, das monatlich erscheinende „Gemeindeblattl“ mit mittlerweile 428 Ausgaben seit 1984 ist auch das offizielle Sprachrohr des Rathauses. Die ersten Seiten sind traditionell dem Bürgermeister vorbehalten und die restlichen Seiten stehen den Aschauer Vereinen und Institutionen zur Verfügung. Das Blatt finanziert sich aus den Inseraten der Aschauer Geschäftswelt und wird jeden Monat kostenlos an alle Aschauer Haushalte versandt. Es wurde auf eine Initiative des damaligen Bürgermeisters Kaspar Öttl und des früheren Leiters der Tourist Info Wolfgang Bude ins Leben gerufen.

„Wir können derzeit noch nicht sagen, ob wir unsere mittlerweile traditionellen Veranstaltungen im Dezember „Licht aus – Stimmung an“ und den „Vorsilvesterlauf“ auch in diesem Corona-Jahr durchführen können“ gab Rainer Küblbeck eine Vorschau auf die weiteren Veranstaltungen in diesem Jahr. „Wir werden auf alle Fälle die Winterbeleuchtung und Weihnachtsdekoration in Aschau und Sachrang übernehmen und auch der Nikolaus sollte, wie seit vielen Jahren am 4. Dezember wieder kommen. Im vergangenen Jahr hat er 600 Nikolaussackerl verteilt, die letzten davon im Behandlungszentrum Aschau. 620 Läufer nahmen am Vorsilvesterlauf bei besten Bedingungen teil, 61 Kinder starteten in der Kindergruppe“. Der Verein verfügt im 35. Jahr seines Bestehens über 144 Mitglieder, bei der Gründung waren es 58. Vier Mitglieder wurden in diesem Jahr neu aufgenommen. Das 35. Jubiläum soll noch begangen werden, wenn die Corona-Umstände es zulassen. Im kommenden Jahr sind turnusgemäß Wahlen, er bat um möglichst viele Kandidaten, die sich für ein Amt in der Vorstandschaft zur Verfügung stellen.

Küblbeck bat die Anwesenden Azubis, die ihre Lehre besonders gut abgeschlossen haben bei der Vorstandschaft als Kandidaten für den Aschauer Azubi-Förderpreis einzureichen. Leider sei diese Preisverleihung bei einigen Lehrherrn in der Vergangenheit ein wenig in Vergessenheit geraten.

In seinem Rückblick stellte der Vorsitzende vor allem das „Bürgermeisterforum“ mit der Vorstellung der vier Bürgermeister-Kandidaten in der übervoll besetzten Festhalle heraus. Diese Veranstaltung sei bei der Aschauer Bevölkerung besonders gut angekommen und das Konzept habe Nachahmer in der gesamten Region gefunden. Lediglich bei dieser einen Veranstaltung habe sich der Gewerbeverein – im Gegensatz zu einigen Nachbargemeinden – in die Kommunalwahlen eingebracht; das ganze sei anerkannterweise unparteiisch und ohne eine Wahlempfehlung für einen Kandidaten abgelaufen.

Der Kassenwart des Gewerbevereins Marcus Michel musste zum Jahresabschluss ein geringes Minus in der Kasse feststellen; auf Antrag der beiden Kassenprüfer Martin Blancke und Dieter Maier wurde der Vorstandschaft die Entlastung erteilt.

Alle drei Aschauer Bürgermeister und mehrere Gemeinderäte nahmen als Gäste an der Jahreshauptversammlung in der Schlossbergalm teil. „Handwerk und Gewerbe sind in Aschau, neben dem Tourismus, das zweite Standbein der Gemeinde“, so Bürgermeister Frank. Auf Befragen bezog er Stellung zu einigen der drängenden Probleme der Geschäftsleute in der Gemeinde Aschau. „Den Sporthallenneubau wollen wir ausklammern, darüber ist derzeit alles gesagt und in der Presse bekannt gegeben worden“ (wir berichteten). Weitere Einzelheiten gebe es derzeit nicht. Das angedachte Gewerbegebiet in Außerkoy stehe immer noch auf der Agenda, die beiden Gemeinden Aschau und Bernau wollen in einem gemeinsamen Gespräch über ein weiteres Fortkommen und eine mögliche Ausweisung von Gewerbegrund an dieser Stelle miteinander reden. Auch der Neubau des Hotels stehe weiter im Raum, an welcher Stelle im Ort auch immer. „Ich war überrascht, wie viele potentielle Interessenten und Investoren mit ihren Visionen auf die Gemeinde wegen eines Neubaus zukommen; wir bleiben dran“. Neubaumöglichkeiten für junge Aschauer Familien sollen in den kommenden Monaten im Bereich Fellerer und Sachrang-Ort entstehen. Auf das Thema Finanzen angesprochen wollte er unmittelbar vor der Vorstellung und dem Beschluss des Gemeindehaushaltes keine Auskunft geben. Er verwies auf das laufende Verfahren, das derzeit coronabedingt keine Aussagen zu lasse.

Bericht und Foto: Heinrich Rehberg – Bürgermeister Simon Frank (links) und der Vorsitzende des Aschauer Gewerbevereins Rainer Küblbeck (rechts) bedanken sich bei Susanne Wörndl ( zweite von links) und Hildegard Linke-Pöpperl für 30 Jahre Arbeit für das Aschauer Gemeindeblatt

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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