Kultur

Internationaler Museumstag: heuer in digitaler Form

Ab heute dürfen die bayerischen Museen wieder ihre Pforten öffnen. Eine große Zahl von Museen nimmt die Gelegenheit sofort wahr, andere müssen noch die nötigen Abstands- und Hygieneregeln umsetzen, was in vielen, gerade kleineren Häusern alles andere als leicht ist. Alle freuen sich aber darauf, wieder für ihre Besucher da zu sein! So wird der Internationale Museumstag (Motto: Museen für Vielfalt und Inklusion) am Sonntag, den 17. Mai, für viele Museumsfreunde ein willkommener Anlass sein, endlich wieder ihr Lieblingsmuseum – oft bei freiem Eintritt – „live“ zu besuchen oder neue Ausstellungen zu entdecken.

Da die Museen aufgrund der Versammlungs-Beschränkungen den Besuchern nicht die gewohnte breite Palette an Veranstaltungen bieten können, wurde beschlossen, in diesem Jahr nicht Vor-Ort-Programme wie in „normalen“ Jahren vorzubereiten. Der Internationale Museumstag 2020 wird nur digital stattfinden. Unter dem Aktions-Hashtag #MuseenEntdecken präsentieren sich Museen in Bayern auf den Social Media Plattformen, Instagram, Facebook, Twitter oder YouTube, und der eigenen Webseite mit verschiedensten Formaten: Live-Führungen (Livestreaming), 360° Rundgänge, interaktive Ausstellungen, Quiz-Spiele, Podcasts oder Video-Beiträge sind geplant, die den Museumstag trotz der Einschränkungen zum Erlebnis machen sollen.

Alle mit diesem Hashtag ausgezeichneten Postings werden dabei automatisch auf der Social Wall, gegliedert nach Bundesländern, angezeigt unter www.museumstag.de/-museenentdecken/digitalesprogramm. So ist es möglich, auch ohne Anmeldung auf einem der Portale die Lebendigkeit der Museumslandschaft in Deutschland zu erfahren.

Einige Beispiele:

  • Auf das Motto „Museen für Vielfalt und Inklusion“ nimmt die KZ-Gedenkstätte Dachau Bezug, die auf ihrer Facebook-Seite Live-Rundgänge bieten wird. Sie werden simultan durch eine Dolmetscherin in Gebärdensprache übersetzt.
  • Das Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan in Hohenberg an der Eger/Selb bietet auf Youtube ab 14 Uhr live einem Blick ins Depot sowie Expertengespräche mit den Kuratoren oder die Demonstration eines 3D-Drucks von Objekten an.
  • Die kunst galerie fürth lädt Kinder ab 8 Jahren zu einem digitalen Live-Workshop ein.
  • Das Museum Bayerisches Vogtland zeigt virtuellen Besuchern am Museumstag 360°-Panorama-Ansichten des Museum.
  • Der Infopoint Museen & Schlösser in Bayern beteiligt sich mit einem digitalen Quiz auf seinem Instagram-Account, das durch die bayerische Museumslandschaft sowie die Ausstellung Münchner Kaiserburg im Alten Hof führt.
  • Auf dem Blog Museumsperlen (museumsperlen.de) des Infopoints sind interessante digitale Angebote der Museen in Bayern – nicht nur am Museumstag – zusammengestellt.

Schließlich ruft Wikimedia (DE, CH, AT, IT, FR) wieder zur redaktionellen Beteiligung am Internationalen Museumstag auf. So soll die Präsenz der Museen auf Wikipedia, Wikidata und WikiCommons verbessert werden. Den Fortschritt dieses Vorhaben kann man auf einer interaktiven Karte verfolgen (siehe https://meta.wikimedia.org/wiki/Wikimedia/Museum_Day_2020/de).

Die Pressemitteilung des Deutschen Museumsbundes zum IMT 2020 gibt es unter www.museumstag.de/f/e/presse/Museen%20digital%20entdecken_Am%2017.%20Mai%20ist%20Intrnationaler%20Museumstag.pdf.

Kontakt:

Bericht und Bildmaterial: Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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