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In Berchtesgaden wird Geschichte geschrieben

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Tief in den Berchtesgadener Alpen, wo der Steinadler ungestört seine Kreise am weiß-blauen Himmel zieht, vor der Kulisse des gewaltigen wie beeindruckenden Watzmann-Massivs und dem glitzernden Königssee, holt sich die Enzianbrennerei Grassl seit 325 Jahren feinste Wacholderbeeren und brennt sie zu aromatischen Gebirgsschnäpsen. Jetzt hat die Berchtesgadener Traditionsbrennerei erstmals ihre neuste Gin-Kreation vorgestellt. Und die hat es in sich, hat sie doch einen über dreimonatigen Reifeprozess 1.000 Meter tief im Salzstock des Berchtesgadener Salzbergwerks hinter sich. Wie entstand überhaupt die Idee zu diesem so besonderen Dry Gin? „Wir wollten die Geschichte unserer wunderbaren Region aufgreifen, das Salzbergwerk feiert heuer 500 Jahre aktiven Salzabbau und wir brennen seit 325 Jahren ununterbrochen Wacholderschnaps,“ erklärt Florian Beierl, Inhaber der Brennerei Grassl. Zudem ist Florian Beierl zusammen mit seinem Bruder Martin bekannt dafür, gern und erfolgreich an ihren Schnapskreationen zu experimentieren und innovative Genüsse auf den Markt zu bringen. Und da passt es dann auch gut zusammen: das Lebenselixier Salz aus den Tiefen der Alpen als Aromageber und der Berg-Gin mit feinsten Zutaten, sorgsam komponiert aus dem, was die umliegenden Almwiesen hergeben. Die Besonderheit dieses Gins liegt schon im Namen begründet: Miner’s Gin. Peter Botzleiner-Reber, Tourismuschef des Salzbergwerks, bringt die Einzigartigkeit so auf den Punkt: „Im Kupferbrennkessel von Hand destilliert und in atmungsaktiven Tonfässern in der Salzluft unseres 250  Millionen Jahre alten Salzstocks bei konstant 12° Celsius  gereift.“ Und das kommt dabei heraus:  Vollmundig mit dem Geschmack reinster Natur und einem Hauch Salznote, von ausdruckstarker Milde.  Die knapp 80 Gäste der ersten Gin-Verkostung aus dem unterirdischen Tonfasslager waren begeistert,  so auch Karl Rudolf aus München, Autor des Buches „Gin“, der den Miner’s Gin als „gut durchdachte und  köstliche Bereicherung des Gin-Markts“ lobte. Unter dem Trommelwirbel eines Bergknappen wurde der tönerne Deckel des ersten 600-Liter Fasses nach Ablösung der Plomben durch den Zoll gelüftet und die Teilnehmer kamen in den Genuss einer Verkostung direkt aus der Quelle.  Und all diejenigen, die bei der Miner’s-Gin-Präsentation am vergangenen Freitag Untertage nicht dabei sein konnten, können diese Rarität ab sofort direkt im Bergwerk, Online bei Grassl oder im Handel beziehen.

Foto: Salzbergwerk Berchtesgaden

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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