Wirtschaft

IFH-Studie: Rosenheims Innenstadt punktet mit Erreichbarkeit

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Gute Nachrichten vom Institut für Handelsforschung Köln (IFH) für die Rosenheimer Innenstadt: Bei einer Passantenbefragung im vergangenen Herbst gab es in vielen Bereichen gute und zum Teil sogar sehr gute Noten für Rosenheim. Bei der Studie „Vitale Innenstädte“ wurden rd. 58.000 Passanten in 107 deutschen Innenstädten zu den Themen Attraktivitätsmerkmale deutscher Stadtzentren und Handlungsoptionen für die Zeit nach der Corona-Pandemie interviewt. In Rosenheim waren auch Oberbürgermeister Andreas März, 2. Bürgermeister Daniel Artmann und 3. Bürgermeisterin Gabriele Leicht unter den Interviewern.

 Besonders das Angebot des Rosenheimer Einzelhandels erhielt von den Befragten positive Noten. Auch das Freizeit- und Kulturangebot in Rosenheim sieht die Studie gegenüber der letzten Befragung 2014 als verbessert. Lediglich in den Bereichen Spiel, Hobby, Einrichtung und Elektronikbedarf wird der Innenstadt Nachholbedarf attestiert. Bestnoten gab es dagegen für die Bereiche Sicherheit und Lebendigkeit. Einen „Einser“ gab es für die Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem Fahrrad. 20 Prozent der Verkehrsteilnehmer nutzen dieses Verkehrsmittel. 20,9 Prozent entfallen auf den ÖPNV, 17,6 Prozent gehen zu Fuß. 41,2 Prozent der Befragten fahren mit dem Auto oder dem Motorrad in die Stadt. Im Vergleich zur Studie 2014 ist das ein Rückgang von 12 Prozent. Damit liegt Rosenheim deutlich unter dem Gesamtdurchschnitt aller befragten Städte. „Die Zahlen zeigen, dass sich die Akzeptanz von ÖPNV und Fahrrad zur Erreichung der Innenstadt bereits heute positiv entwickelt hat. Wir werden diesen Trend durch eine Verbesserung des ÖPNV-Angebotes weiter begleiten“, so Rosenheims 2. Bürgermeister Daniel Artmann in einer ersten Bewertung der Befragungsergebnisse. „Die IFH-Studie liefert nützliche Erkenntnisse über die Wahrnehmung unserer Innenstadt durch die Stadtbevölkerung und auswärtige Gäste. Alle Innenstädte stehen derzeit vor gravierenden Umstrukturierungen. Auch wir in Rosenheim sind im ersten Halbjahr 2021 absehbar mit etlichen Geschäftsschließungen konfrontiert. Um die Innenstadt dennoch attraktiv zu erhalten ist ein kluges und umsichtiges Zusammenspiel von Immobilieneigentümern, Händlern und der Stadt gefragt.

Die erfolgreiche Sicherung des Karstadt-Standorts Rosenheim ist ein Musterbeispiel wie in gemeinsamer Anstrengung und bei wechselseitiger Kompromissbereitschaft positive Ergebnisse erzielt werden können. Diese Gespräche speziell mit den Immobilieneigentümern sind in Rosenheim Chefsache. Denn die Eigentümer sind für eine lebendige und attraktive Innenstadt die wichtigsten Akteure“, betont Oberbürgermeister Andreas März die entscheidende Rolle der innerstädtischen Immobilieneigentümer.

Die Studie wurde gemeinsam mit dem Citymanagement Rosenheim, der IHK und Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling in Auftrag gegeben.

Bericht: Stadt Rosenheim

Foto: Rainer Nitzsche

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

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Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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