Freizeit

IAA Mobility: Die Zukunft des Radtourismus in Oberbayern

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Kann Radtourismus ein Baustein für nachhaltigen Tourismus sein? Wie können Freizeit- und Arbeitsmobilität in Einklang gebracht werden und welche Ansätze finden sich in Oberbayern hierzu bereits? Darüber und über viele weitere Fragen diskutierte der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner in seiner Funktion als Präsident des Tourismus Oberbayern München e.V. (TOM) im Rahmen der IAA Mobility am 06. September mit Vertretern aus der Tourismus- und Radbranche.

„Viele Wege führen nach Rom und drei schöne oberbayerische Wege rund um München führen hier zu dieser Messe“, so Klaus Stöttner bei der Begrüßung der Radfahrer, die auf drei verschiedenen Routen entlang der Wasser-Radlwege Oberbayern aus Fürstenfeldbruck, Holzkirchen oder Freising zur IAA Mobility gefahren waren und auf dem Weg verschiedene Aspekte des Radtourismus thematisierten. Für Klaus Stöttner ist das Radfahren eine der zukunftsträchtigsten Sportarten. Zugleich betonte er, dass die Wasser-Radlwege Oberbayern mit ihrer Anbindung an etliche Bahnhöfe eine klimafreundliche Art des Reisens und große Flexibilität bei der Routenplanung ermöglichen. Auch Clemens Baumgärtner, der Referent für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München, ging auf die zunehmende Relevanz des Radsports ein: „Die Mobilitätsbranche ist zweifelsohne eine Leitindustrie hier in Oberbayern und dazu gehört natürlich auch die Fahrradindustrie.“ Mehr als 1.400 Kilometer Radwege gibt es bereits in und um München, und das Netz soll laut Baumgärtner in den kommenden Jahren noch weiter ausgebaut werden.

Das Thema Radfahren spielt in Oberbayern auf allen Ebenen eine relevante Rolle: 2020/21 hat die Region einen regelrechten Bike-Boom erfahren. Die starke Nachfrage hat auf der einen Seite dazu geführt, dass die Qualität des Radangebotes in Oberbayern spürbar ansteigt. Viele Regionen haben ihre Beschilderung gemäß FGSV Standard angepasst. Und neben der ADFC zertifizierten RadReiseRegion Chiemsee-Chiemgau, erhielt im vergangenen Jahr auch die Region Inn-Salzach das hart erkämpfte Zertifikat. Hinzu kommen zahlreiche Themenwege und ADFC-Qualitätsrouten, wie der Ammer-Amper-Radweg. Auf der anderen Seite führte der enorme Anstiegt an Ausflügen zu Überlastungserscheinungen in beliebten Orten und Regionen in Oberbayern. Der Fokus in der Entwicklung von Radprojekten liegt daher stärker auf der klugen und verantwortungsvollen Lenkung von Besucherströmen.

Die Wasser-Radlwege Oberbayern sind eines von vielen Radprojekten, die eine effiziente Besucherlenkung ermöglichen. Auf dem rund 1.200 Kilometern langen Fernradweg, werden viele unbekannte Highlights aus der Region angefahren. Die Anbindung an etliche Bahnhöfe, ermöglichen eine klimafreundliche Anreise zum Ausgangspunkt und eine große Flexibilität bei der Routenplanung. Zentraler Dreh- und Angelpunkt aller Touren ist die Landeshauptstadt München. So konnten die Teilnehmer der Radtour von Norden, Süden und Westen über die Wasser-Radlwege zur IAA anreisen.

Im Laufe der Veranstaltung wurde allen Teilnehmern eines bewusst: Klimaneutrales, multimodales Reisen ist in Oberbayern einfach und lässt Reisende die Region auf ganz bewusste Weise erleben. „Ich werde mich sowohl als Landtagsabgeordneter als auch als Präsident des Tourismus Oberbayern München weiter stark dafür einsetzen, den Radtourismus in Oberbayern weiterzuentwickeln und die nötige Infrastruktur für den Radverkehr zu schaffen. Diese ist für den Alltagsgebrauch, wie auch für den Tourismus von zentraler Bedeutung“, so Klaus Stöttner.

Bericht und  Foto: Büro MdL Klaus Stöttner –  Klaus Stöttner, Präsident des Tourismus Oberbayern München (TOM) e.V., auf der IAA Mobility

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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