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Holstein Kiel wirft FC Bayern München aus dem Pokalwettbewerb. 

Günther Freund
Veröffentlicht von Günther Freund

Die Bayern verlieren gegen den starken Zweitligisten trotz zweimaliger Führung nach Elfmeterschiessen mit 7:8.

Der Titelverteidiger ging durch einen Abstauber von Serge Gnabry in Führung, allerdings aus Abseitsposition. Die Nordlichter nutzten aber ihre erste Chance zum Ausgleich: wie gehabt, ließ sich die Münchner Abwehr durch einen langen Ball überspielen, Fin Bartels stand allein vor Manuel Neuer und schoss eiskalt ein. Mit 1:1 ging es in die Pause.

In der zweiten Halbzeit ging das Team von Hansi Flick durch einen sehenswerten Freistosstreffer von Leroy Sané  zum zweiten Mal in Führung. Die Norddeutschen erspielten sich dann gegen eine nicht immer sattelfeste Bayernabwehr durchaus Chancen, brachten aber keinen gefährlichen Schuss auf das Tor von Manuel Neuer. Eher sah es nach dem 3:1 aus, vor allem als Thomas Müller 3 m vor dem Tor zum Schuss kam, aber über das Tor schoss. Doch die Zweitligisten gaben nicht auf und kamen tatsächlich in der letzten Minute der Nachspielzeit noch zum Ausgleich. Bei einer Flanke in den Strafraum versäumte es die Bayernabwehr Mann zu decken und Hauke Wahl  gelang unhaltbar für Manuel Neuer der glückliche Ausgleich.

In der Nachspielzeit drückten die Bayern mit aller Macht auf den Siegestreffer. Hansi Flick wechselte u.a. Robert Lewandowski und David Alaba ein. Aber die Kieler mobilisierten ihre letzten Kräfte, kämpften leidenschaftlich und verteidigten das Unentschieden bis zum Abpfiff. Im hochspannenden Elfmeterschiessen bei einer steifen Brise Nordwind mit Schneegestöber stand es nach 5 Elfmetern 5:5, alle Schützen trafen perfekt. Marc Rocca war dann er Unglücksrabe, dessen gar nicht so schlechten Schuss Ioannis Gelios großartig aus dem Toreck fischte, denn der nervenstarke Fin Bartels überwand anschliessend Manuel Neuer zum 8:7 .

Die Pokal-Pleite der Bayern war perfekt. Wieder einmal präsentierte sich die Bayernabwehr wacklig und verwertete der Gegner effizient seine wenigen Chancen.  Und Hansi Flick wird es wohl bereut haben, dass er gegen das starke Zweitliga-Spitzenteam die Weltklassespieler Alaba und Lewandowski nicht in der Startelf nominierte.

Über den Autor

Günther Freund

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

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