Brauchtum

Hohe Auszeichnung für Gauvorstand Peter Eicher

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Ein Leben für die Pflege der bayerischen Heimat und Trachten wurde anlässlich der Delegiertenversammlung für die 117 Trachtenvereine des Gauverbandes I in Altötting in besonderer Weise gewürdigt: Peter Eicher, Vorsitzender vom größten bayerischen Gauverband mit rund 40.000 Mitgliedern erhielt aus der Hand von Landrat Georg Grabner aus dem Berchtesgadener Land die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland mit Urkunde überreicht. Seit über 40 Jahren hat Peter Eicher verantwortungsreiche Positionen und Aufgaben innerhalb der Trachtenbewegung in Bayern. Wie Georg Grabner in seiner Laudatio erläuterte, begann Peter Eicher seine trachtlerische Laufbahn in seinem Heimatverein „D´Weikerstoana“ Weißbach. In diesem war er erfolgreicher Vorstand, Plattler, Gruppentänzer, Preisrichter, Festleiter beim 70jährigen Gründungsfest 1994 und aktiver Planer und Arbeiter beim Bau und bei der Erweiterung der Vereinshütte. Die Förderung der Jugend war ihm im Verein und später auch im Gauverband I ein stetes und hohes Anliegen. Im Gauverband war er von 1995 bis 1998 stellvertretender Vorsitzender und seit Oktober 1998 ist er Erster Vorsitzender des Verbandes mit verschiedenen Gebieten in acht Landkreisen. Die jährlichen Gaufeste mit bis zu 8.000 Trachtlerinnen und Trachtlern, die Trachtenwallfahrt nach Maria Eck bei Siegsdorf sowie die Erstellung einer 640 Seiten starken Gau-Chronik sind –so Georg Grabner- weitere Leistungen, die seine Handschrift haben. Seine von ihm initiierten Jugendleiterschulungen waren auch Vorbild für den Bayerischen Trachtenverband, dem er zudem von 2006 bis 2011 als Zweiter Kassier und seit 2011 als stellvertretender  Vorsitzender dienlich ist. Ehrenamtlich hat er nicht nur an bislang 54 Vorstandssitzungen teilgenommen und Veranstaltungen in den 22 Gauverbänden besucht,   sondern sich auch überdurchschnittlich mit seinem Können und Wissen sowie als Maurer für die Errichtung des Trachtenkulturzentrums des Bayerischen Trachtenverbandes im niederbayerischen Holzhausen eingesetzt. Mehr als 3.000 Stunden Arbeit hat Peter Eicher für die neue Heimstätte der bayerischen Trachtler aufgewendet, er nahm an 60 Lenkungsausschuss-Sitzungen im 120 Kilometer von seiner Heimatgemeinde Schneizlreuth entfernten Holzhausen teil und er war mit dabei, als ein eigener Förderverein gegründet wurde. Weitere Verdienste erwarb sich Eicher mit der Erstellung eines Schulungsprogrammes für die Bayerische Trachtenjugend sowie mit seinen aktiven Kontakten zum Wertebündnis Bayern und zum Festring München. Fast schon legendär ist seine Leidenschaft, wenn es darum geht, sich geradlinig für die Trachtensache einzusetzen. „Lasst uns nicht den einfachen, sondern den richtigen Weg gehen, damit Bayern Bayern bleibt“ – das ist einer von Peter Eichers starken Grundsätzen. Stehender Applaus und lange Ovationen waren dankende Anerkennung für Peter Eicher, der sich ob seiner Auszeichnung tief gerührt zeigte. Auch tagsdarauf am Gaufestsonntag in Altötting konnte er noch viele Gratulationen entgegennehmen, unter anderem von Landesvorsitzenden Max Bertl sowie von Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder, der den Trachtlern und damit auch ihrem Gauvorsitzenden bei seinem Grußwort zurief: „Bayern wäre ohne Trachtler nicht Bayern, wir haben Euch viel zu verdanken“.

Fotos: Inge Erb – von links: Stellvertreter Michael Hauser, Peter und Lotte Eicher, Landrat Georg Grabner und Stellvertreter Wast Gasteiger.

Nähere Informationen: www.trachtenverband-bayern.de

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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