Kirche

Historisches Altarbild in Wasserburg am Inn

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Eine der besonderen Sehenswürdigkeiten in der Inn-Stadt Wasserburg ist der untere Teil des Altarbildes der Frauenkirche in Wasserburg, dies zeigt eine barocke Darstellung der Stadtansicht von Wasserburg.

Barocke Darstellung der Stadtansicht von Wasserburg auf dem unteren Teil des Altarbildes der Frauenkirche in Wasserburg, entstanden wohl im frühen 18Jh. Diese Darstellung der Stadt Wasserburg befindet sich unterhalb des Gnadenbildes der Muttergottes, das aus dem Jahr 1420 stammt.

Interessant ist vielleicht das Zollhäuschen auf der roten Brücke. Tag für Tag, Jahrhundert um Jahrhundert, ratterten die Salzkarren über die Brücke und die Wasserburger durften dort Zoll und Aufschlag verlangen.

Erkennbar auch die Darstellung der Innschifffahrt. Somit erkennt man auf dem Gemälde den Grund für den damaligen Reichtum Wasserburgs, nämlich die zwei Haupteinnahmequellen: dem Salzhandel und der Innschifffahrt.

Der Kirchturm der Frauenkirche war ursprünglich ein Wachturm der Stadt, bis die Kirche „angebaut“ wurde. (Deswegen befindet sich das Stadtwappen mit dem Löwen am Turm der Kirche). Auf diesem Gemälde erkennt man kaum die Kirchturmspitze, sondern viel mehr den Charakter als Wachturm.

Beachten Sie doch einmal bei Ihrem nächsten Besuch in Wasserburg, dass auf dem Kirchturm der Frauenkirche die Uhren anders gehen: Der große der beiden Zeiger zeigt hier die Stunden an, der kleine Zeiger zeigt die Minuten an! Deshalb sagt man: „In Wasserburg am Inn gehen die Uhren anders“.

Gut erkennbar auf dem Gemälde ist auch die Stadtmauer von Wasserburg…

Der Altar der Frauenkirche ist derzeit eingerüstet, da der Altar renoviert wird. Daher wurde auch das Altarbild ausgebaut und in die Restaurationswerkstätte verbracht.

Das dritte Foto zeigt den Altar vor Beginn der Restaurierungsarbeiten: die Gnadenfigur der Muttergottes, wie sie über der Darstellung von Wasserburg thront. Bei genaueren Hinsehen ist unterhalb der Maria das Gemälde der Stadt Wasserburg zu erkennen.

Dieses Foto zeigt das Deckengewölbe der Frauenkirche

Wem diese Fotos Lust auf Wasserburg machen, der kann sich bei Amazon das im Mai erscheinende Buch über die Stadt schon heute vorbestellen.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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