Leitartikel

Heuer verstärkte Rumänienhilfe im Sommer

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

In den Sommer- und Ferienmonaten war es in den letzten Jahren immer etwas ruhiger mit den Aktivitäten der Rumänienhilfe Ramsau – nicht jedoch so heuer.  Organisator Hans Alt aus Ramsau bei Haag berichtet aktuell von neuen Spenden und Verladungs-Aktivitäten wie folgt: „Nachdem wir von einem Namhaften Hersteller 10 Paletten mit diversen Inkontinezprodukten gespendet bekamen, dazu überraschend von einigen Sammelstellen mehr Ware als erwartet angeliefert wurde, hat sich das Lager, schneller als gedacht, gefüllt. Als Sahnehäubchen kam dann noch dazu, dass uns ein Spediteur aus Haag kostenlos einen großen Kühllaster mit Fahrer gratis bereitstellte. Das alles sind natürlich besondere Momente über die man sich nur dankbar freuen kann und die Mut machen nicht aufzugeben.

So konnte ich am letzten Samstag wieder einen Rundruf an die freiwilligen Helfer aussenden. Zu meiner großen Freude kamen trotz Ferien- und Urlaubszeit zwölf tatkräftige Helfer und dazu noch ein lieber Nachbar hier aus Ramsau der mit seinem Lader die schweren Paletten natürlich mühelos auf den LKW hievte. Bereits nach zwei Stunden konnten wir uns gemütlich zur wohlverdienten Brotzeit versammeln. Ein wahrlich gelungener Tag, da konnte auch der Regen die Stimmung nicht drücken.

Der Transport fährt nach Alba Iulia, Siebenbürgen, zum Kloster von Sr. Maria Hausner. Bei Ihr werden im Altenheim über 70 wirklich sehr mittellose alte Menschen versorgt und gepflegt. Da sind die gespendeten Inko-Produkte , wie Schwester Maria schreibt, von unschätzbarem Wert, denn sie wüsste nicht, woher sie dafür das Geld nehmen soll. Leider ist es in Rumänien vielfach immer noch so, wer kein Geld oder keine „Beziehungen“ hat, ist wirklich arm dran. Das Ziel unserer bescheidenen Rumänienhilfe ist auch weiterhin, den vielen bedürftigen Menschen die es leider immer noch gibt, soweit es uns möglich ist, zu helfen um ihnen das Leben ein wenig zu erleichtern.  Eine sehr große Hilfe wären uns  neben Sach- auch Geldspenden. Denn nachdem es in Rumänien alles zu kaufen gibt, könnten wir mit Geld natürlich die benötigten Lebensmittel vor Ort besorgen und von unseren Mitarbeitern verteilen lassen“ – so Hans Alt.

Für Geldspenden steht diese Kontoverbindung zur Verfügung: Raiffeisenbank Haag, Rumänienhilfe, Bic: GENODEF 1 HMA;  IBAN: DE 74 7016 9388 0000 4271 95

Fotos: Eindrücke vom Verladen bei Hans Alt und von einem Altenheim in Rumänien

Nähere Informationen: Hans Alt, Telefon 08072-3193

Dank-Schreiben, nachdem der LKW angekommen ist:

Lieber Herr Alt!

Der Transport ist wieder unter Dach und Fach. Diesmal konnte auch Pater Patrick gleich beim Abladen helfen, weil Ferien sind. So ging alles reibungslos.

Ich kann nur danken, dass Du so nette Chauffeure gefunden hast, die telefonisch mit uns in Verbindung blieben, bis sie mit Pater Patrick zusammentrafen.

Ich kann nur danken, dass wir so schöne Sachen bekommen haben, vor allem auch die kostbaren Inko-Produkte von Hartmann für unsere alten Leute. Die Pakete von den Schwestern mache ich erst morgen auf, und von den Kleidern verkauft Pater Franz Josef am Samstag. 

Victor war auch schon da und hat Rosali´s Sachen abgeholt. Wir sind wieder reich beschenkt durch Deine Unermüdlichkeit. Auch die Küche ist sehr schön und passt gut dorthin, wo sie gebraucht wird. Vergelt´s Gott Dir und allen Helfern! Wenn sich doch auch junge Leute von Dir anstecken ließen. Bei uns sind zur Zeit Pfadfinder aus dem Pfarrverband auf Lager. Diese Leute bräuchten eine Spritze, damit sie aufwachen und anpacken. Man muss einmal die Erfahrung machen, dass man nicht verliert, wenn man gibt.

Ganz liebe Grüße und einen schönen Festtag morgen!

Sr. Maria

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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