Natur & Umwelt

Herbaria qualifiziert sich für „Umwelt- und Klimapakt Bayern“

Das große Engagement der Herbaria Kräuterparadies GmbH für Umwelt- und Klimaschutz erfährt nun auch Anerkennung von Seiten der Politik. Bereits am Anfang des Jahres qualifizierte sich das Bio-Unternehmen für die Teilnahme am erneuerten „Umwelt- und Klimapakt“ zwischen der bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft, vergangenen Donnerstag wurde der Umweltbeauftragten von Herbaria, Inez Bachmann, vom Miesbacher Landrat Olaf von Löwis die offizielle Urkunde überreicht.

Voraussetzung für die Teilnahme am „Umwelt- und Klimapakt Bayern“ ist die Umsetzung von betrieblichen Umweltschutzmaßnahmen, die über die gesetzlichen Vorgaben hinaus gehen. Bei der Übergabe der Urkunde hob Landrat von Löwis besonders die EMAS-Zertifizierung von Herbaria hervor. Bereits seit 1997 ist das mittelständische Bio-Unternehmen in Fischbachau nach diesem Standard zertifiziert. Das „Eco-Management and Audit Scheme“ (EMAS), auch bekannt als EU-Öko-Audit oder Öko-Audit, wurde von der Europäischen Union entwickelt und ist ein Gemeinschaftssystem aus Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung für Organisationen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen.

Im Dezember 2019 qualifizierte sich Herbaria zusätzlich als eines der ersten beiden Bio-Unternehmen und sogar als einer der ersten beiden Lebensmittelhersteller in Deutschland für die Zertifizierung nach EMASplus. Diese erweitert das Umweltmanagement zu einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagementsystem. Es umfasst zusätzlich den ökonomischen Erfolg, die Beachtung der Mitarbeiterinteressen, Produktverantwortung und Verbraucherschutz, Arbeitsbedingungen und Umweltschutz bei den Zulieferern sowie die Wahrnehmung sozialer und ethischer Verantwortung.

Ein ganzes Bündel an Umweltleistungen

Für die Teilnahme am Umweltpakt Bayern überzeugte zudem die Vielzahl der Maßnahmen für Umwelt- und Klimaschutz, die von Herbaria umgesetzt werden. Drei Beispiele: Der klimaneutralen Firmen-Standort wird zu hundert Prozent mit Ökostrom versorgt. Alle eingesetzten Rohstoffe stammen zu hundert Prozent aus Bio-Landwirtschaft. Auf dem Betriebsgelände wurde eine insektenfreundliche Blühwiese angelegt. Ein Gesamtkonzept, das auch Landrat von Löwis überzeugte: „Herbaria ist ein wichtiges Unternehmen für unseren Landkreis. Als erfolgreicher Bio-Verarbeiter ist Herbaria nicht nur ein Vorzeigeproduzent für die Öko-Modellregion Miesbacher Oberland, sondern überzeugt mit einem ökologischen Gesamtkonzept.“

Der neue Umweltpakt

Die Bayerische Staatsregierung und die Spitzenverbände der Bayerischen Wirtschaft haben am 1. Oktober 2020 den neuen Umwelt- und Klimapakt Bayern unterzeichnet. Der Pakt erneuert den bisherigen Umweltpakt. Besonders im Fokus stehen nun Klimaschutz, Ressourceneffizienz, Energieeffizienz und erneuerbare Energien, Entsorgung und Recycling, Umgang mit Kunststoff, Flächeninanspruchnahme, Biodiversität und Artenschutz, Umwelttechnologie, Gewässernutzung und Nachhaltigkeit. Den Umweltpakt gibt es seit 1995. Die Teilnahme der Unternehmen am Umweltpakt erstreckt sich über drei Jahre, mit Option auf Verlängerung.

Textquellen: Landratamt Miesbach / Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und Herbaria

Fotos: Landratsamt Miesbach / Herbaria Kräuterparadies / StMUV

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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