Ukraine-Hilfe

Helferkreis gratuliert Fritz Tischner zum 80er

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Möge Sie der Herr mit seinen himmlischen Gaben beschenken und viel Kraft niederschicken für Ihre weiteren Hilfsaktionen für die Ukraine und in der ganzen Welt. Der Herr verleihe Ihnen noch viele schöne und gesegnete Jahre“. Ungewöhnliche Post erhielt der zweite Vorsitzende des Helferkreises für die Diözese Ternopil – Ukraine und Altbürgermeister von Rohrdorf Fritz Tischner zu seinem 80. Geburtstag. Der Erzbischof der Erzdiözese Ternopil-Zboriv/Ukraine Vasyl Semenyuk gratulierte dem Jubilar zum Jubelfest. Die Vorsitzende des Helferkreises Katharina Schmid überreichte ihrem Stellvertreter die weitgereiste bischöfliche Urkunde im Rahmen einer kleinen Feier mit den Mitgliedern der Vorstandschaft im Cafe Pauli in Höhenberg. Sie war für Fritz Tischner wohl das ungewöhnlichste Geschenk unter den vielen Geschenken zu seinem 80. Geburtstag.

Katharina Schmid bedankte sich bei Fritz Tischner für sein langjähriges Engagement für den Helferkreis: „Wir bedanken uns für all unsere Mitglieder, Freunde und Gönner bei Fritz Tischner für sein außerordentliches Bemühen und seinen unermüdlichen Einsatz für die Menschen in der Westukraine. In all den Jahren ist eine tiefe Freundschaft mit den dortigen Menschen entstanden. Für Fritz Tischner und für uns alle hat diese Hilfe ein „Gesicht“, wir kennen Erzbischof Semenyuk mit seinen engsten Mitarbeitern, wir kennen zahllose Geistliche und Menschen, die in der Vergangenheit das Seminar besucht haben sowie die verantwortlichen Leute in der Diözese und können uns auf sie verlassen“.

Bereits beim allerersten Chorbesuch aus der Ukraine im Jahr 1996 überreichte der damalige Bürgermeister der Gemeinde Rohrdorf Fritz Tischner, im Rahmen eines Konzertes der Seminaristen aus Ternopil in der Rohrdorfer Pfarrkirche, den Ehrenkrug der Gemeinde, zusammen mit einer ansehnlichen Geldspende, an den damaligen Regens des Priesterseminars in Ternopil Vasyl Semenyuk. Die Besuche aus der Ukraine waren damals mit vielen Schwierigkeiten und behördlichen Hürden versehen, die es zuerst zu überwinden galt. Es musste eine offizielle Einladung über das Landratsamt Rosenheim für diese Besuche ausgestellt werden; in Kiew wurde dann erst entschieden, ob diese Einladungen aus Deutschland durch die Seminaristen auch angenommen werden konnten. Die einladende Stelle – also der Helferkreis in Höhenmoos – musste viele Nachweise erbringen, dass sich die Gastgeber einen Besuch auch finanziell leisten konnten und auch die räumlichen Voraussetzungen für die Unterbringung der Gäste gegeben waren. Fritz Tischner kam als Bürgermeister diesen Bitten, Anfragen und Anträgen durch die Ausstellung entsprechender Bestätigungen jeweils ohne Zögern nach. Seit dieser Zeit gibt es enge Verbindungen von Tischner zum Priesterseminar und besonders freundschaftliche Beziehungen zum jetzigen Metropoliten Vasyl Semenyuk.

Bei der Einweihung des Marien-Wallfahrtsortes Zarvanytsja / Westukraine im Jahr 2000 war Fritz Tischner als erster Bürgermeister der Gemeinde Rohrdorf zusammen mit weiteren offiziellen Vertretern der Gemeinde Rohrdorf und des Helferkreises bei den mehrtägigen Feierlichkeiten anwesend. Mehr als eine Million Menschen aus dem ganzen Land waren als Wallfahrer zu diesem besonderen Ereignis gekommen. In nur zwei Jahren Bauzeit konnte der inzwischen größte Wallfahrtsort der Ukraine fertig gestellt werden. Rund zwei Millionen Menschen besuchten danach jährlich diesen besonderen Ort – doch dann kamen Corona und der Krieg, die Zahl der Wallfahrer brach ein. Als Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit spendeten die Gemeinde Rohrdorf und der Helferkreis als Patengeschenk für die Wallfahrt zu diesem Anlass die große Glocke für den Kampanile der Kirche in Zarvanytsja. Die notwendigen 12000 Mark dafür kamen zum Großteil von der Gemeinde Rohrdorf, ergänzt durch Spenden von Organisationen und Vereinen sowie vielen Privatpersonen. Im Jahr 2002 besuchte Bürgermeister Fritz Tischner auf Einladung mit einer Delegation der Gemeinde Rohrdorf die Bischofsweihe von Regens Vasyl Semenyuk zum Bischof der Erzdiözese Ternopil-Zboriv/Ukraine in der Basilika von Ternopil. Viele weitere Besuche reihten sich in den nächsten Jahren an, dabei wurden die vom Helferkreis finanzierten Projekte, wie der Aus- und Umbau des Priesterseminars, die erfreuliche Entwicklung des Wallfahrtsortes Zarvanytsja, die Erweiterung des landwirtschaftlichen Betriebes mit Milchkühen, der Bau einer Produktionsstätte für Wareniki (ein ukrainisches Nationalgericht) in Augenschein genommen. Die Diözese Ternopil konnte mit dieser engen Partnerschaft nach Südostoberbayern und zum Helferkreis ihre finanzielle Lage deutlich verbessern und steigern. Viele Arbeitsplätze entstanden in den letzten Jahren im Raum Ternopil nicht nur für kirchliche Vertreter, sondern auch für die Bevölkerung.

Bei den Neuwahlen des Helferkreises im Jahr 2012 übernahm Altbürgermeister Fritz Tischner das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des Helferkreises. „Mit der ihm eigenen Energie, seinem Wissen und Können ist er seitdem nicht mehr aus diesem Gremium wegzudenken“, zog Katharina Schmid die Bilanz der letzten zehn Jahre. Ganz spezielle Herausforderungen brachte der Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 für den Helferkreis und alle seine Vertreter mit sich. Die gute Kenntnis des Landes und der Menschen in der Diözese Ternopil ermöglichte es dem Helferkreis rasch und unbürokratisch die benötigten Hilfsgüter zu sammeln und nach Ternopil zu bringen. Dort übernahmen dann Helfer aus den Reihen der Diözese die weitere Verteilung an die Betroffenen, an bedürftige Ortsansässige und Vertriebene gleichermaßen. „In unermüdlicher Arbeit brachte sich unser Jubilar mit Rat und Tat in die vielfältigen Aufgaben ein und übernahm weite Fahrten, um Aggregate und sonstige dringend benötigte Dinge einzukaufen. Wir wünschen ihm alles erdenklich Gute, starke Gesundheit an Körper, Geist und Seele, damit er noch recht viele Jahre all die Dinge in Angriff nehmen kann, die ihm persönlich wichtig sind“, schloss Katharina Schmid.

Bericht und Fotos: Heinrich Rehberg

Die Vorsitzende des Helferkreises für die Diözese Ternopil – Ukraine Katharina Schmid gratuliert ihrem Stellvertreter Fritz Tischner zum 80. Geburtstag und überreicht ihm die Urkunde des Erzbischofs der Erzdiözese Ternopil-Zboriv/Ukraine Vasyl Semenyuk.

Die Vorsitzende des Helferkreises für die Diözese Ternopil – Ukraine Katharina Schmid und die gesamte Vorstandschaft des Helferkreises gratuliert ihrem Stellvertreter Fritz Tischner zum 80. Geburtstag.

Ungewöhnliche Post erhielt der zweite Vorsitzende des Helferkreises für die Diözese Ternopil – Ukraine und Altbürgermeister von Rohrdorf Fritz Tischner zu seinem 80. Geburtstag. Der Erzbischof der Erzdiözese Ternopil-Zboriv/Ukraine Vasyl Semenyuk gratulierte dem Jubilar zum Jubelfest. Die Vorsitzende des Helferkreises Katharina Schmid überreichte ihrem Stellvertreter die weitgereiste bischöfliche Urkunde im Rahmen einer kleinen Feier mit den Mitgliedern der Vorstandschaft im Cafe Pauli in Höhenberg.

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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