Kultur

Halbzeit bei den Passionsspielen Erl

Halbzeit in Erl – das Publikum ist begeistert. Rund 20.000 Gäste haben die Passionsspiele Erl in den letzten Wochen und Monaten erlebt. Tiefbewegte Gesichtsausdrücke im Publikum, Begeisterung und Staunen stehen am Ende der Aufführungen. Alois Bierl (Chefreporter des St. Michaelsbund) spricht von „ganz großem Religionskino“, wenn 550 Erler jedes Wochenende in der rund zweistündigen Aufführung ihr Allerbestes geben. Alle sechs Jahre führt Erl seine Passionsspiele auf. Weit über ein Drittel der Erler wirkt an den 32 Vorstellungen mit und pflegt mit viel Leidenschaft eine der ältesten Passionsspieltraditionen im deutschsprachigen Raum. Schon die Jüngsten sind mit dabei. Die Kinder haben beim Einzug in Jerusalem und in der großen Abendmahlszene ihre Rollen und begleiten die Ölberg-Szene als Chor. Schließlich sind sie es, die diese einmalige Tradition in die Zukunft führen sollen. Die Kritiken nach der Premiere waren voll des Lobes und der Anerkennung. Die „kernig-scharfe“ Inszenierung von Markus Plattner findet großen Anklang. Vor allem die schauspielerischen Leistungen der Laiendarsteller, die aktuellen Bezüge der Inszenierung und das gewaltige Lichtdesign begeisterten sowohl die Presse als auch das Publikum. Die ausgeprägte Szenengestaltung des Kreuzweges, die eigens komponierte Passionsmusik von Wolfram Wagner – live präsentiert von Chor und Orchester – und der aktuelle und moderne Text von Felix Mitterer zeichnen die Erler Passionsspiele 2019 aus. Beeindruckend, was sich auf der Bühne abspielt – ebenso erfreulich, was hinter den Kulissen passiert. Das große Projekt „Passionsspiele“ schweißt die Menschen im Dorf zusammen. Noch bis 05. Oktober 2019 sind die Passionsspiele Erl zu sehen. Die Aufführungen dauern jeweils von 13 bis ca. 15.30 Uhr (inklusive Pause).

Bericht, Fotos und weitere Informationen: www.passionsspiele.at

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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