Kultur

Nachbericht: Gstanzlsingen für guten Zweck in Hittenkirchen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Das Trachtenheim in Hittenkirchen war bereits zum dritten Mal Heimstätte eines gelungenen Volksmusikhoagarts, bei dem alle Mitwirkenden ehrenamtlich zugunsten der Rosenheimer „Aktion für das Leben“ sangen und musizierten. Insgesamt kamen so 1035 Euro zusammen – und dieses Geld wird dringend benötigt, damit Familien, Alleinerziehende und Jugendliche im Landkreis Rosenheim unterstützt werden können. Wie wichtig die „Aktion für das Leben“ für die Region ist, kann man daran erkennen, dass allein im vergangenen Jahr mehr als 1100 Beratungsgespräche geführt wurden, wie Vorsitzende Christine Domek-Rußwurm und Geschäftsführerin Brigitte Plank, die die Werbung für die Veranstaltung übernommen hatte, im Laufe des Abends erklärten. Von daher sei man über jede finanzielle Unterstützung froh.

Eingangs hieß Vorstand Christoph Kaufmann vom Trachtenverein „Almenrausch“ Hittenkirchen die Besucher und Mitwirkenden aus nah und fern herzlich willkommen. Er freute sich sichtlich über den gewaltigen Zulauf, den es dieses Jahr gegeben hatte. „Für einen so guten Zweck stellen wir gerne unser Trachtenheim kostenlos zur Verfügung“, so Kaufmann. Gstanzlsänger Josef Grünbeck, besser bekannt als Kupferschmied Sepp aus Dietfurt, hatte dieses Jahr die Organisation des Abends übernommen, durch den er selbst in humorvoller Art und Weise führte.

Den Anfang machte die „Hinum-Herum-Musi“ aus dem Chiemgau, fünf Frauen in der Besetzung zwei Ziachn, Okarina, Waldhorn und Tenorhorn, die auch die Gstanzlbegleitung übernahmen. Die fünf „Albertaicher Dirndl“ nähe Obing sangen lustige Wirtshauslieder und Couplets mit Harfenbegleitung. Mit den „Soatnknepferl“ aus Gars am Inn spielten noch vier Dirndl mit Ziach, Geige, Harfe und Kontrabass flotte Polkas und schwungvolle Walzer auf. Als Überraschungsgast trat schließlich noch Peter Vordermaier, Angestellter beim Landratsamt Rosenheim und musikalischer Leiter der Stoabergmusi, mit seiner Ziach auf; er hat ebenfalls schon mehrere Benefizveranstaltungen für die „Aktion für der Leben“ organisiert. Miche Berneder vom gastgebenden Trachtenverein Hittenkirchen musste leider krankheitsbedingt kurzfristig absagen.

Absoluter Höhepunkt des Abends war das gegenseitige Aussingen, das Aussingen der Besucher und der jungen Sängerinnen und Musikantinnen auf der Bühne durch die beiden Gstanzlsänger Hans Schwarzensteiner, vulgo Lohbauern Hans aus Lohof im Bayerischen Wald, und dem Kupferschmied Sepp. Hierbei blieb kein Auge trocken. Nach dem offiziellen Ende um halb zwölf, ging es noch lustig in kleinerem Kreis weiter. Erst weit nach Mitternacht verließen die letzten Besucher das Trachtenheim.

Bericht und Fotos: Georg Leidel

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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