Brauchtum

Grainbacher Trachtler pflegen Weisertwecken-Brauch

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Da staunte der kleine Vitus vom Lamprechtsanwesen nicht schlecht als Freunde, Nachbarn und Mitglieder des Trachtenvereins Grainbach für ihn und der Familie des Vorplattlers Johannes Stuffer den Brauch des Weisertweckenfahren belebten. Rund 4.000 Gramm wog der kleine Vitus bei Geburt und dementsprechend kam das Weisertweckenbrot, welches fachmännisch von Wolfgang Sattelberger gebacken wurde, auf eine stolze Länge von 8 Metern. Nach einer unfallfreien, aber schwierigen Fahrt mit Pferdegespann vom Schusterlindenanwesen in Grainbach über Sonnbach, kamen die Weisertweckenfahrer am späten Nachmittag bei der Familie Stuffer beim Lamprechtsanwesen in Kohlgrub an. Die stolzen und glücklichen Eltern Johannes und Raffeala und der kleine Vitus probierten traditionsgemäß das Brot, bevor es dann mit Manneskraft und unter musikalischer Begleitung in den Soierer-Gang im 1. Stock gehoben wurde. Bei Speis und Trank sowie mit einer humorvollen Verlesung des Ereignisprotokolls wurde anschließend noch ausgiebig gefeiert.

Bericht: Michael Hötzelsperger

Fotos: Peter Sattlberger

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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