Kirche

Goldene Hochzeit vom Ehepaar Osterhammer in St. Florian

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Franz und Hildegard Osterhammer feierten in der alten Wallfahrtskirche Sankt Florian an der Straße zwischen Wildenwart und Frasdorf im Kreise ihrer Familie und ihrer Freunde das Fest der Goldenen Hochzeit. Pfarrer Hermann Overmeyer zelebrierte den Festgottesdienst, Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller gratulierte für die Gemeinde Frasdorf und überbrachte die Glückwünsche für 50 Jahre gemeinsamen Lebensweg. Zur weltlichen Feier ging es danach weiter ins Pfarrheim nach Frasdorf.

1967 gaben sich Franz und Hildegard Osterhammer das Jawort vor dem spätgotischen Altar und dann ließ sie der heilige Florian ein Leben lang nicht mehr aus. Zwei Töchter und ein Sohn gingen aus der Ehe hervor, mittlerweile können sich die beiden auch über mehrere Enkel freuen, allerdings ist kein Florian darunter.

„Wir kümmern uns ein bissel um die Kirche St. Florian“, es ist schon eine charmante Untertreibung wenn Franz und Hildegard Osterhammer von „ein bissel Arbeit“ um die alte Wallfahrtskirche St. Florian sprechen. Das Kümmern um das Gotteshaus dauert auch schon ein paar Jahre an und mit der Zeit wuchsen auch die Aufgaben. Anfangs waren es nur wenige Berührungspunkte: Franz Osterhammer spielte 1966 bei der allerersten geistlichen Abendmusik als Bläser mit, als das speziell für diesen Anlass geschriebene Lied von Annette Thoma vom Heiligen Florian uraufgeführt wurde. Seine Arbeit als Postbote ließ ihm immer wieder Zeit für die Musik und das Fotografieren, in beiden Künsten brachte er es zur Meisterschaft. Ungezählte Stunden hat er auf der Bühne bei einer der vielen Musikformationen verbracht und unzählige Dias liegen fein sortiert und zu Vorträgen geordnet im Haus am Laubensteinweg. Gemeinsam mit seiner Frau Hildegard fotografierte er alle Marterl und Wegkreuze in der Region und stellte für Frasdorf und den Samerberg zwei Bücher zusammen, daneben entstanden noch ein paar reich illustrierte Kirchenführer. Die besondere Liebe der beiden aber gilt der Wallfahrtskirche Sankt Florian. „Wir hatten immer ein enges Verhältnis zu dieser Kirche und haben uns für alles interessiert, was wir über die Entstehung, die Ausstattung und die fast 500 Jahre dauernde Wallfahrt in Erfahrung bringen konnten“, Hildegard Osterhammer kann wahrlich zu jedem Stein in der Kirche eine Geschichte erzählen, seit der letzten Restaurierung im Jahr 1993 hat sie unzähligen Besuchern bei ihren Führungen die Geschichte der Kirche und ihrer wertvollen Ausstattung nahe gebracht.

„Nur den Kopf nicht einstecken und niemals den Humor verlieren“, unzählige Geschichten über die Geschichten, Sagen und Legenden zu den Frasdorfer Kirchen im Besonderen aber auch zur ganzen Region hat Hildegard Osterhammer parat. Auf Vorschlag der Gemeinde Frasdorf erhielt sie für ihre unschätzbare Arbeit um die Erforschung und den Erhalt der Kirche St. Florian im Jahr 2012 das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern und im vergangenen Jahr als erste Frau die Bürgermedaille der Gemeinde Frasdorf.

So genießen die Eheleute heute gemeinsam den Ruhestand und freuen sich, dass sie in der Familie und in der Pfarrgemeinde dringend gebraucht werden.

Bericht und Foto: Heinrich Rehberg – Franz und Hildegard Osterhammer feierten in der alten Wallfahrtskirche Sankt Florian an der Straße zwischen Wildenwart und Frasdorf im Kreise ihrer Familie und ihrer Freunde das Fest der Goldenen Hochzeit. Pfarrer Hermann Overmeyer zelebrierte den Festgottesdienst, Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller gratulierte für die Gemeinde Frasdorf und überbrachte die Glückwünsche für 50 Jahre gemeinsamen Lebensweg.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist und Leiter der Gäste-Information Samerberg bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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