Allgemein

„Geschwistertreff“ am Irmengardhof

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Mit dem „Geschwistertreff“ kann der Irmengard-Hof, das Erholungshaus der Björn Schulz Stiftung in Bayern, seit gut einem halben Jahr ein besonderes Angebot umsetzen: Die regelmäßigen erlebnispädagogischen Freizeiten richten sich an Kinder aus der Region, deren Bruder oder Schwester schwer erkrankt ist oder eine Behinderung hat. Derzeit nehmen neun Kinder das Angebot wahr. Gefördert wird das Projekt von der Sparkassenstiftung Zukunft für den Landkreis Rosenheim.

Bereits seit vier Jahren stärkt das Fachteam am Irmengard-Hof in erlebnispädagogischen Geschwistercamps das Selbstvertrauen von Geschwisterkindern aus dem ganzen Bundesgebiet. Rückmeldungen der Eltern haben den Bedarf an einem regelmäßigen Geschwistertreffen im Landkreis Rosenheim deutlich gemacht. „Manche Geschwister kranker Kinder entwickeln selbst Ängste, Schuldgefühle, Frustrationen oder Selbstzweifel. Sie wünschen sich, ‚auch mal dran zu sein‘, mit ihren Bedürfnissen im Mittelpunkt zu stehen und unbeschwert Kind sein zu dürfen“, berichtet Marjon Bos, Leiterin des Irmengard-Hofs.

Um diese Angebotslücke zu schließen, ist die Sparkassenstiftung Zukunft für den Landkreis Rosenheim aktiv geworden und hat eine großzügige Förderung bewilligt: „Der ‚Geschwistertreff‘ passt gut zur Philosophie der Sparkassenstiftung Zukunft, da er die Entwicklung der Kinder nachhaltig unterstützt und ihnen hilft, ihren Alltag besser zu bewältigen“, erklärte Landrat Wolfgang Berthaler, Vorsitzender der Stiftung, das Engagement bei seinem Besuch am Samstag, 15. Juli 2017. „Zudem kann die Björn Schulz Stiftung mit ihrem Irmengard-Hof einschlägige Erfahrungen im Bereich der Geschwisterarbeit nachweisen. Die Kinder sind hier also in den besten Händen.“

Seit Dezember 2016 bietet das sozialpädagogische Fachteam am Irmengard-Hof in Gstadt am Chiemsee alle vier Wochen den Geschwistertreff an. Zwei Fachkräfte begleiten die Kinder. Die erlebnispädagogisch gestalteten Treffen vermitteln den Geschwisterkindern stärkende Erlebnisse und fördern ihr Selbstwertgefühl. Zudem können die Kinder untereinander Kontakte knüpfen und Freundschaften schließen.

Der Gruppe gehören sechs Jungen und drei Mädchen aus der näheren Umgebung, aber auch aus München, an. Zum gegenseitigen Kennenlernen haben die Sozialpädagogen in den Wintermonaten Ausflüge unternommen, z.B. zum Schlittenfahren, Eisstockschießen oder Klettern in der Kletterhalle Rosenheim. Seit dem Frühjahr finden die meisten Aktivitäten am Irmengard-Hof mit seinen vielen Gemeinschaftsräumen und dem großen Freigelände statt. Es gibt einen festen Tagesablauf, in dessen Rahmen sich die Kinder auch über die Situation mit ihrem Geschwister austauschen. „Beim jüngsten Radlausflug am Chiemsee haben wir festgestellt, dass sich inzwischen ein gutes Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt hat“, berichtet Renate Zahnbrecher, die Leiterin des Sozialpädagogischen Fachteams. Der Fokus beim Geschwistertreff liegt jetzt auf der Stärkung der Kinder durch die vertiefte Gruppenarbeit, um sie bei der für sie teils schwierigen Situation zu unterstützen. Eine Anmeldung ist jederzeit möglich, Tel. 08054 / 90851-67.

Foto 1: Besuch Berthaler und Hubert am Irmengard-Hof_01.jpg (zum Download bitte auf den Dateinamen klicken)

BU: Bei ihrem Besuch am Irmengard-Hof übten sich auch Landrat Wolfgang Berthaler, Vorsitzender der Sparkassenstiftung für den Landkreis Rosenheim (2.v.li.), und Alexa Hubert, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Sparkassenstiftungen Zukunft (re.), im Bogenschießen. Pit Fürleger, der den Kurs im Rahmen des „Geschwistertreffs“ an dem Samstagnachmittag anbot (li.), leitete dabei fachkundig an. Foto: Sparkassenstiftungen Zukunft.

Foto2: Besuch Berthaler und Hubert am Irmengard-Hof_05.jpg (zum Download bitte auf den Dateinamen klicken)

BU: Landrat Wolfgang Berthaler, Vorsitzender der Sparkassenstiftung für den Landkreis Rosenheim (mi.), und Alexa Hubert, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Sparkassenstiftungen Zukunft (re.) sowie Marjon Bos, Leiterin des Irmengard-Hofs (hi., 3.v.li.) gemeinsam mit einigen Kindern, die am „Geschwistertreff“ teilnehmen. Unter Anleitung von Trainer Pit Fürleger und Mitarbeitern des Sozialpädagogischen Teams, Linda Schlesinger (vorne re.) und Marcel Jahn (vorne), übten sich alle im Bogenschießen. Foto: Sparkassenstiftungen Zukunft.

Über die Björn Schulz Stiftung

Die Björn Schulz Stiftung begleitet seit 20 Jahren Familien mit lebensbedrohlich und lebens­verkürzend erkrankten Kindern und jungen Erwachsenen bis 35 Jahre ab dem Zeitpunkt der Diagnose, während des Krankheitsverlaufs und über den Tod des Kindes hinaus. Dies geschieht im stationären Kinderhospiz Sonnenhof in Berlin und in ambulanten Diensten in Berlin und Bran­denburg. Darüber hinaus gibt es eine breite Palette ambulanter Dienste in Berlin und überregio­nal für die betroffenen Familien. Auf Sylt und am Chiemsee stehen zudem zwei Erholungshäuser zur Verfügung. Die Stiftung ist auf Spenden angewiesen – sie ist Trägerin des DZI Spenden­siegels. www.bjoern-schulz-stiftung.de

Über den Irmengard-Hof

Der Irmengard-Hof ist das Erholungshaus der Björn Schulz Stiftung für Familien mit schwer kranken Kindern und Kindern mit Behinderung in Gstadt am Chiemsee. Der landschaftlich traumhaft gelegene Irmengard-Hof ermöglicht seinen Gästen individuellen Rückzug. Hier ist Zeit und Raum für Austausch und Begegnung in der Familie oder mit Gleichaltrigen, um für die Bewältigung einer herausfordernden Lebenssituation neue Kraft, Selbstvertrauen und Lebensfreude zu schöpfen. Spezielle Angebote wenden sich an die gesamte Familie sowie an Geschwisterkinder. Ebenso finden Mütter von pflegebedürftigen Kindern in Auszeit-Wochenenden mal wieder etwas Zeit für sich selbst. Den Gästen stehen 24 Zimmer mit rund 90 Betten sowie vielfältige Gemeinschaftsräume und ein 1,2 ha großes Freigelände mit Eseln und Ponys sowie Spiel- und Bolzplatz zur Verfügung.

Über die Sparkassenstiftungen Zukunft

Im Jahr ihres 150-jährigen Jubiläums (2006) rief die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling die Sparkassenstiftung Zukunft für die Stadt und die Sparkassenstiftung Zukunft für den Landkreis Rosenheim ins Leben. Diese machen sich stark für die Menschen in der Region. Sie setzen sich für die Pflege des kulturellen Erbes ein und ermöglichen zukunftsweisende Innovationen in wichtigen Bereichen unserer Gesellschaft wie Bildung, Jugendhilfe oder Sport.

Dazu arbeiten beide Stiftungen mit den unterschiedlichsten Partnern zusammen. 17 Stiftungszwecke garantieren, dass eine bunte Vielfalt an Bedürfnissen umgesetzt wird – zu Gunsten der Menschen in der Region Rosenheim. Die Sparkassenstiftungen Zukunft initiieren aber auch eigene Projekte wie die Aktion Aufwind: Das soziale Hilfsprojekt unterstützt seit 2012 sozial benachteiligte Familien und setzt sich für mehr Chancengleichheit ein. Mit einer jährlichen Zuwendung erhöht die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling regelmäßig das Vermögen der Stiftungen und stärkt dadurch ihr Fortbestehen für die Zukunft.

Pressekontakt Sparkassenstiftungen Zukunft

Regine Falk

Sparkassenstiftungen Zukunft

Telefon: 08031 182-91712
Telefax: 08031 182- 91750
regine.falk@sparkassenstiftung-zukunft.de

www.sparkassenstiftung-zukunft.de

Presseanfragen Irmengard-Hof

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

Schreibe einen Kommentar

© Copyright Samerberger Nachrichten.