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Gemeinderat Samerberg gewährt Bergwacht-Zuschuss

Einen finanziellen Zuschuss in Höhe von 3000 Euro pro Jahr will die Gemeinde Samerberg der Bergwacht Rosenheim-Samerberg zur Verfügung stellen. Dies ist Teil eines Finanzierungskonzepts, das der Bergwacht-Bereitschaftsleiter Josef Hunger dem Gemeinderat vorgestellt hat. Die Gemeinderäte möchten mit dieser Zuschuss-Zusage einen Teil des Betriebskosten-Defizits der Berg- und Höhlenrettungswache decken und somit auch das große ehrenamtliche Engagement der Bergwacht würdigen.

Josef Hunger erläuterte den Hintergrund des Zuschussantrags:  Das Finanzierungskonzept der Bergwacht Bayern beruht im Allgemeinen auf der Unterstützung des Staats, finanziellen Zuschüssen über die Krankenkassen für die Einsätze, sowie finanziellen Zuwendungen über Spenden.
„Um unseren gesetzlichen, rettungsdienstlichen Auftrag zu erfüllen, benötigen wir für den Betrieb der Bergrettungswache (Wasser, Strom, Telefon, Material, Spritkosten, Reparaturen, Verbrauchsmaterial, Einsatzkleidung, Versicherungen) einen jährlichen Betrag von etwa 30 000 Euro“, so Josef Hunger.

Über die Bezuschussung durch die Krankenkassen werde ein Betrag von rund 15 000 Euro abgedeckt. Nur ein Teil der weiter benötigten 15 000 Euro könne über Sponsoren, Förderer, Spenden oder Geldbußen finanziert werden, hieß es weiter. Für ein zukunftssicheres Finanzierungskonzept seien stabile und planbare Zuwendungen notwendig, forderte Josef Hunger.

Die ehrenamtlichen Dienstleistungen der Bergwacht kommen den Bergwanderern, Mountainbikern, Touristen und der einheimischen Bevölkerung im Rahmen von medizinischen Erstversorgungen zu Gute.

Einen Großteil der derzeitigen Finanzierungslücke möchte die Bergwacht durch Zuwendung von den anliegenden Gemeinden Samerberg, Frasdorf, Aschau und Rohrdorf erzielen, aber auch von den betroffenen Partnern wie zum Beispiel dem Bikepark oder der Hochriesbahn.
Die Bergwacht ist seit 2010 mit einer Rettungswache an der Talstation der Hochriesbahn in Grainbach vertreten.

Außenbereichs-Schweinsteig: Verfahren wurde wiederholt

Mit der Außenbereichssatzung für den Ortsteil Schweinsteig hat sich der Samerberger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Bei einer Überprüfung hatte das Rosenheimer Landratsamt einen Formfehler gefunden, der zur Nichtigkeit der Satzung geführt hätte. Nun musste das Bauleitplanverfahren wiederholt werden. Im Rahmen der Bürger- und Öffentlichkeitsbeteiligung hat der Gemeinderat die eingegangenen Anliegen abgewogen und den Entwurf als Satzung erneut beschlossen.

Gemeinderat will „Runden Tisch“ zur Artenvielfalt

Der „Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt“ soll künftig einen bedeutenden Stellenwert in der Gemeinde bekommen. Auch wenn der gleichlautende Bürgerantrag der Initiative „Zukunft Samerberg“ vom Gemeinderat abgelehnt wurde, so wolle man sich doch mit den Inhalten nachhaltig auseinandersetzen. Das Gremium beschloss einstimmig, die Forderungen der Initiative und der 99 Bürger, die ihre Unterschrift unter den Antrag setzten, an einen „Runden Tisch“ weiter zu geben. Dort soll die Initiative „Zukunft Samerberg“ ebenso Platz nehmen wie die Verwaltung, der Bauhof, Vertreter der Landwirtschaft und Fachleute aus dem Naturschutzbereich. Ziel ist es, langfristig geeignete Vorschläge und Maßnahmenkonzepte zur Förderung der Artenvielfalt zu entwickeln. Der „Runde Tisch“ soll in der zweiten Septemberhälfte tagen, um zeitnah Ergebnisse zu formulieren.

Bericht und Fotos: Gemeinde Samerberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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